Konzert

Herner Konzertbesucher reisen musikalisch nach Schottland

Die Neue Philharmonie Westfalen spielte das Konzert "Schottland im Revier" im Kulturzentrum Herne.

Die Neue Philharmonie Westfalen spielte das Konzert "Schottland im Revier" im Kulturzentrum Herne.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  In der städtischen Konzertreihe trafen sich im Kulturzentrum Schottland und das Ruhrgebiet. Es spielte die Neue Philharmonie Westfalen.

„Schottland im Revier“ hat die Neue Philharmonie Westfalen unter Leitung von Rasmus Baumann ihr Konzert genannt, in dem sie am Dienstag im Kulturzentrum Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert vorstellte.

Traditionelle Hochzeit auf den Orkney-Inseln

Bereits die erste Komposition, „An Orkney Wedding with Sunrise“ für Orchester und Dudelsack von Peter Maxwell Davies (1934-2016), 1985 zum 100-jährigen Jubiläum des Boston Pops Orchestras uraufgeführt, nimmt die Zuhörer mit auf eine lautmalerisch ausgestaltete traditionelle Hochzeit auf den rauen Orkney-Inseln vor der schottischen Küste, zu der Björn Frauendienst originelle Dudelsackklänge beisteuert.

Mit hochvirtuosen, interpretatorisch durchdachten Soloeinlagen fasziniert Geigerin Mirijam Contzen in der Schottischen Fantasie für Violine und Orchester op. 46 von Max Bruch (1838-1920).

In den dunkel-dräuenden, spannungsgeladenen Schicksalsklängen des Orchesters stellen ihre Soloeinlagen trotz ihres nostalgischen Flairs helle Lichtpunkte dar, die mit ihren vollen, weichen Klängen auch das Orchester zu einem ruhigen Idyll hin befrieden, das allerdings im Schlusssatz wieder einen kriegerischen Akzent annimmt. Die Ungezwungenheit, mit der Contzen ihre virtuosen Passagen interpretatorisch in das Wechselspiel mit dem Orchester einbettet, dokumentiert die Stilsicherheit der Interpretin, hier ist nichts nur Selbstzweck und reiner Schönklang.

Ein Hauch der schottischen Highlands

Einen Hauch von den schottischen Highlands bringt die Neue Philharmonie Westfalen mit den Schottischen Tänzen op. 59 des Filmkomponisten Malcolm Arnold (1921-2006) nach Herne. Stimmungsvoll entwirft das Orchester hier ein schwungvolles lautmalerisches Panorama. Auch die romantischen Gefühlswelten, die Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) in seiner „schottischen“ Sinfonie Nr. 3 a-Moll op.56 entstehen lässt, fängt das Orchester mit nuancenreichem Ausdruck und bestechend klaren Konturen stimmungsvoll ein.

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