HeKaGe

Herner Karnevalisten küren neues Stadtprinzenpaar

Das neue Herner Stadtprinzenpaar der HeKaGe, Andreas Rybka und Jennifer Mahne (r.), zusammen mit Adjutantin Mandy Mahne, der Kinderprinzessin Dalischa Große-Beck und ihrer Adjutantin Leonie Gera.

Das neue Herner Stadtprinzenpaar der HeKaGe, Andreas Rybka und Jennifer Mahne (r.), zusammen mit Adjutantin Mandy Mahne, der Kinderprinzessin Dalischa Große-Beck und ihrer Adjutantin Leonie Gera.

Foto: Klaus Pollkläsener

Herne.  Andreas I. Rybka und Jennifer I. Mahne sind das neue Stadtprinzenpaar in Herne. Ihr Ziel: Sie wollen Werbung machen für den Herner Karneval.

Den Spaß am Karneval hat Andreas Rybka zwar schon in seiner Heimat Wattenscheid entdeckt. Dazu später mehr. Aber ein solches Format wie es Herne zu bieten habe, das „gibt es bei uns nicht“, bekennt der 55-Jährige ganz offen. Die Herner Karnevalsgesellschaft HeKaGe hat ihn derart mitgerissen, dass er sich gleich um das Prinzenamt bewarb und das mit Erfolg. Als Andreas I. wird er gemeinsam mit Jennifer I. Mahne das Narrenvolk in der neuen Session 2019/2020 regieren.

Noch einmal kurz nach Wattenscheid. Dort hat die künftige Tollität kräftig im Gänsereiterverein mitgemischt, eine Art Karnevalsverein und zugleich der Wirkungskreis seiner Vorgängers Sascha Peters. Der hatte seinen Nachfolger in der zurückliegenden Session als Adjutant an seiner Seite. Nun schlüpft Peters bei Andreas I. in diese Rolle. Beruflich ist der Karnevalsprinz als Werbetechniker in Wattenscheid für diverse Firmen tätig. Mit Herne und insbesondere der HekaGe bestehen seit einem Vierteljahrhundert mal losere, mal engere Kontakte.

Sein Spitzname ist „Locke“

Dass nun sein Vorname zur Geltung kommt, mag in Herne wie in Wattenscheid Bekannte und Freunde vielleicht ein wenig verwundern, ist er doch besser unter seinem Spitznamen Locke bekannt. Wie er daran gekommen ist? Die Frage beantworte sich von selbst, meint Rybka mit einem gewissen Schmunzeln. Die jetzige „Frisur“ habe er schon seit Jahrzehnten. Nun das neue Amt antreten zu dürfen, bereite ihm eine glatte Freude. Dass ihn ein voller Terminplan erwartet, könne ihn nicht schrecken, gibt er zu verstehen. Das gehöre doch irgendwie zur Regentschaft in der fünften Jahreszeit dazu.

Als regelrecht karnevalserprobt kann sich Jennifer I. bezeichnen. Wenn der Vater Präsident und 1. Vorsitzender der 1. Herner Karnevalsgesellschaft ist, werde der Karneval nicht nur mit in die Wiege gelegt, so die 31-Jährige. Von Kindesbeinen an hat sie sich auch in den Verein eingebracht. Kükengarde, Minigarde, Adjutantin der Kinderprinzessin, alles das waren Stationen ihres Werdegangs. Inzwischen trainiert sie mit viel Leidenschaft und Begeisterung die Prinzengarde. Durch die ständigen Auftritte sei sie es durchaus gewohnt auf der Bühne und im Rampenlicht zu stehen.

Adjutantin war vorher Prinzessin

Und was die Anzahl der Termine anbelangt, da bleibt sie auch sehr gelassen. Denn durch die Prinzengarde ist sie bis jetzt auch schon ständig auf Tour. Wie sich das so anlässt, Prinzessin des Narrenvolkes zu sein, das konnte sie aus dem engsten Familienkreis erfahren. Ihre Schwester Mandy (27) ist ihre Vorgängerin und steht ihr nun als Adjutantin zur Seite. Als Andreas Rybka sie gefragt habe, ob sie bereit wäre, mit ihm gemeinsam die Regentschaft auszuüben, habe sie nicht lange überlegt. Denn wenn die Schwester das Amt schon einmal innehatte, warum nicht dann auch sie.

Der künftige Prinz fasste, wie er erzählt, relativ spontan den Entschluss, Jennifer zu fragen. Nach einem Gardetanz auf der Bühne habe er ihr den Vorschlag gemacht und „da habe ich dann auch sofort zugestimmt“, sagt die Erzieherin in einer Gladbecker Kita. Als Motto hat sich das Paar für den Slogan entschieden „Wir sind Herne, wir sind Karneval“. Denn die Stadt brauche sich nun wirklich nicht verstecken, wenn es um die närrische Session gehe, so Andreas Rybka und das solle man auch ganz offen zum Ausdruck bringen.

Rollen wurden getauscht

Dass Erwachsene ein Vorbild für Kinder sein sollen, das haben sich Dalischa Große-Beck (11) und Leonie Gera (10) offensichtlich zu Herzen genommen. Denn auch sie tauschen Rollen: Während Delischa im vergangenen Jahr Adjutantin war, wird sie jetzt Kinderprinzessin und Leonie wird ihre Adjutantin.

Als die HeKaGe die neuen Regenten vorstellte, war es Andreas I. und Jennifer I. auf eine Helferin hinzuweisen, ohne die sie wohl kaum zurechtkämen. Die 29-jährige Isabel Wisotzki ist ihre Fahrerin und sorgt dafür, dass das Stadtprinzenpaar zu seinen Auftritten gelangt.

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