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Herner Grüne haben Favoriten für neue Führungsspitze im Bund

Wer soll die Grünen im Bund künftig führen? Zur Wahl  für das Führungsduo stehen (v.l.) der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck, die Grünen-Fraktionsvorsitzende in Niedersachsen Anja Piel, und die Grünen-Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock.

Wer soll die Grünen im Bund künftig führen? Zur Wahl für das Führungsduo stehen (v.l.) der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck, die Grünen-Fraktionsvorsitzende in Niedersachsen Anja Piel, und die Grünen-Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock.

Herne.   Die Grünen im Bund suchen eine neue Doppelspitze. Drei Kandidaten stehen bislang zur Auswahl. Die Herner Grünen haben zwei Favoriten.

Die Grünen wollen im Bund ihre Parteispitze neu aufstellen. Cem Özdemir und Simone Peter haben angekündigt, nicht erneut kandidieren zu wollen. Die beiden Vorsitzenden der Grünen in Herne, Susanne Marek und Pascal Krüger, wünschen sich von der künftigen Parteispitze, die Ende Januar gewählt wird, vor allem die Fähigkeit zum Teamplay. Sie sprechen sich als Nachfolger für Robert Habeck und Anja Piel aus.

Nicht per se aus zwei verschiedenen Flügeln

Bislang bestand die Doppelspitze im Bund immer aus je einem Vertreter der beiden Flügel. Mit den jetzigen Kandidaten könnte es aber erstmals eine Spitze aus zwei Realos geben. Marek (59) und Krüger sind sich einig, dass die beiden Vorsitzenden nicht per se aus zwei verschiedenen Flügeln sein müssen, sagen sie zur WAZ. Wichtiger sei, dass sie die Mitglieder mit ihren vielfältigen Meinungen gut vertreten. „Aus meiner Sicht gibt es eine wachsende Zahl von Menschen bei den Grünen, die sich keinem Flügel so richtig zugehörig fühlen. Von daher wird das manchmal höher gekocht als es in Wirklichkeit ist mit den Flügeln. Wichtig ist Teamplay“, erklärt Susanne Marek.

Beide begrüßen die Kandidatur von Robert Habeck, er habe sie von Anfang an überzeugt. „Er kann Menschen begeistern, vertritt grüne Kernthemen und macht gute Politik in Schleswig-Holstein als stellvertretender Ministerpräsident beziehungsweise Energiewendeminister. Insbesondere sein Stil würde dem Bundesvorstand gut tun“, sagt Pascal Krüger, Jahrgang 1985. Bei einem Besuch in Herne konnten die Grünen den Kandidaten 2016 vor Ort kennenlernen.

Hernes Duo meint: Es gibt starke Bewerberinnen

Annalena Baerbock und Anja Piel halten beide für starke Bewerberinnen. Baerbock aus Brandenburg sei mit ihrer Erfahrung aus dem Bundestag und ihrer klimaschutzpolitischen Arbeit eine interessante Kandidatin und könne den Bundesvorstand verjüngen. Anja Piel mit ihren Erfahrungen als Vorsitzende in Niedersachsen wiederum wisse, wie man einen Verband führt und dabei grüne Herzensangelegenheit im Auge hält. Bei einer Abstimmung zwischen beiden würde das Herner Führungsduo derzeit tendenziell „eher Anja wählen“.

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