Prozess

Herner gesteht doch sexuellen Übergriff auf seine Ex-Frau

Der Fall wird vor dem Landgericht Bochum verhandelt.

Der Fall wird vor dem Landgericht Bochum verhandelt.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Im Prozess um einen schweren sexuellen Übergriff auf seine Ex-Frau hat der angeklagte Handwerker ein spätes Geständnis abgelegt.

Das Geständnis kam spät - jetzt hofft der Angeklagte auf eine Bewährungschance: Ein Handwerker (55) aus Herne hat am Bochumer Landgericht überraschend doch noch ein Geständnis abgelegt und einen schweren sexuellen Übergriff auf seine Ex-Frau zugegeben.

Zu Prozessbeginn vor einer Woche hatte der Angeklagte die Vorwürfe noch vehement abgestritten. Über das Geständnis hinaus will der Angeklagte jetzt auch finanzielle Wiedergutmachung leisten und seiner 43-jährigen Ex-Frau 5000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Vorrangiges Ziel für den Herner ist das Erreichen einer Bewährungshaftstrafe.

Trotz räumlicher Trennung gedanklich nie getrennt

Laut Staatsanwaltschaft hatte er die Mutter von vier Kindern am 24. August 2018 in seiner Wohnung an der Vinckestraße bei der Verabschiedung nach einem klärenden Gespräch umarmt, dann gegen eine Wand gedrückt. Danach soll der Handwerker seine weinende Ex-Frau auf das Bett gestoßen, sie an Händen und Füßen fixiert und schließlich so zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Der Handwerker hatte im Prozess erklärt, dass er sich trotz erfolgter räumlicher Trennung gedanklich eigentlich durchweg nie von seiner Frau entfernt habe. Der Kontakt sei allein schon wegen des gemeinsamen Kindes nie abgerissen. „Die Ehe war die schönste Zeit meines Lebens“, hatte er gesagt.

Die Richter der 9. Strafkammer wollen nun voraussichtlich am 27. November das Urteil verkünden.

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