Versammlung

Herner Feuerwehr wartet händeringend auf neue Wachen

Alt und marode ist die Feuerwache an der Sodinger Straße in Herne-Mitte. Seit Jahren wartet die Feuerwehr auf einen Neubau.

Alt und marode ist die Feuerwache an der Sodinger Straße in Herne-Mitte. Seit Jahren wartet die Feuerwehr auf einen Neubau.

Foto: üt, Archiv

Herne.   Die Herner Feuerwehr wartet seit Jahren auf neue Wachen. Feuerwehr-Chef Spahlinger erklärte, warum die Suche nach Grundstücken so schwierig ist.

Die Feuerwehr braucht dringend neue Wachen in Herne-Mitte und Wanne-Eickel. Das betonte Hernes Feuerwehr-Chef Andreas Spahlinger am Freitagabend bei der Versammlung der Feuerwehr im Kulturzentrum. Die Planungen, erklärte er, liefen nicht reibungslos.

Spahlinger beklagte einmal mehr die maroden Zustände der Wachen. Dafür erhielt er von seinen Kollegen großen Beifall. Bereits vor zwei Jahren habe der Rat beschlossen, dass die Feuerwache Herne-Mitte innerhalb von fünf Jahren neu gebaut werden soll und dass die Planung für die neue Wache Wanne starten soll, erinnerte er. Die Suche nach Grundstücken sei auch sofort gestartet. „Es ist jedoch sehr schwierig, passende Grundstücke in Herne zu finden“, sagte Spahlinger. Aufgrund der großen Ost-West-Ausdehnung der Stadt müsse es zwei auf beiden Seiten der Stadt zentral gelegene Feuerwachen geben, da sonst die vorgeschriebene Hilfsfrist von acht Minuten bei Rettungseinsätzen nicht gewährleistet sei.

Kein Platz mehr auf dem Pluto-Areal

Für den Neubau der Wanner Wache sei unter Berücksichtigung dieses Umstandes nur ein Grundstück in Frage gekommen: das Gelände der ehemaligen Zeche Pluto. Doch die Stadt habe bei dem Kauf des Areals gezögert, „und jetzt wurde genau in der Mitte des Geländes die neue Unterkunft des Ortsverbandes des Technischen Hilfswerks gebaut, so dass dort nicht mehr genug Platz für den Bau der neuen Feuerwache ist“.

Auch die Planung der Feuerwache Herne-Mitte verlaufe nicht reibungslos. Dort kämen zwar zwei Grundstücke in Frage, so der Feuerwehr-Chef. Eins der Grundstücke entspreche aber nicht vollständig den Ansprüchen, für das andere Grundstück interessierten sich auch andere. Details nannte er nicht. Nach WAZ-Informationen ist das Areal am Güterbahnhof in Horsthausen ein Favorit.

Spahlinger: Nun muss endlich was passieren

„Bisher sind bereits zwei von fünf Jahren vergangen, nun muss endlich etwas passieren“, forderte der Feuerwehr-Chef. Die derzeitigen Gebäude, in denen sich die Wachen befinden, nannte Spahlinger „Schrottimmobilien“: Rohrbrüche, kaputte Stromleitungen und zu niedrige Fahrzeughallen erschwerten den Alltag und verursachten hohe Kosten.

Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, dass es in diesem Jahr endlich vorangehe. Das hofft auch Oberbürgermeister Frank Dudda. Er drückte in seiner Rede die Hoffnung aus, dass mit dem Ersatzbau für die Feuerwache in Herne-Mitte im Spätsommer 2019 begonnen werden könne. Er verwies auf Komplikationen beim Erwerb der Grundstücke und bat um „Verständnis und Vertrauen“.

Stadtfeuerwehrverband ist stolz auf Werbespot

Neben der Jahreshauptversammlung fanden Freitag auch noch die 26. ordentliche Mitgliederversammlung des Stadtfeuerwehrverbandes und die Feier zu dessen 25-jährigem Bestehen statt. Der Stadtfeuerwehrverband fördert mit seinen 246 Mitgliedern die Tätigkeiten der Feuerwehr, unter anderem durch Spenden, Jugendförderung, Investitionen, der Unterstützung der freiwilligen und der Berufsfeuerwehr, Brandschutzerziehung und durch Förderung des Dialoges mit Politik und Verwaltung.

Arne Begrich, Vorsitzender des Verbandes, blickte zu Beginn der Sitzung auf das vergangene Jahr zurück. Als einen „historischen Tag“ bezeichnete Begrich dabei die Übergabe der neuen, modernisierten Fahrzeugflotte am 31. Oktober des vergangenen Jahres vor dem Rathaus: „Das war wirklich ein Quantensprung nach vorn.“

Stolz präsentiert der Verband auch den Kinowerbespot der freiwilligen Feuerwehr, der noch bis zum 10. April in der Filmwelt Herne zu sehen sein wird. „Durch diesen Spot haben wir bereits einen nachweislichen Interessenten erreichen können – das ist super!“, zeigt sich Begrich begeistert. „Und wer weiß, vielleicht können wir dadurch noch ein paar mehr für unsere Arbeit begeistern“.

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