Unfall

Herner Fahrer hält Polizei mit wirrer Geschichte auf Trab

Auf sein Navigationsgerät hatte sich der Herner verlassen. Wo er herfuhr, ist (noch) ein Rätsel.

Auf sein Navigationsgerät hatte sich der Herner verlassen. Wo er herfuhr, ist (noch) ein Rätsel.

Foto: KIRSCH, Monika / WAZ FotoPool

Herne.  Mit einer wirren Geschichte ist ein Herner auf einer Polizeiwache aufgetaucht. Das Ende vom Lied: Er wurde aggressiv und verschwand.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ein Herner hat die Polizei auf Trab gehalten. Er kam auf die Wache, um einen Schaden an seinem Auto zu melden. Wie es dazu kam, wusste er nicht. Das Ende vom Lied: Der Mann wurde wütend und ging. Zum Abschied sagte er: „Die Polizei ist eine Lachnummer.“ Nun sucht die Polizei Zeugen für einen möglichen Unfall.

Der Reihe nach: Der Autofahrer erschien nach Polizeiangaben am Montag mit seinem grauen Hyundai an der Polizeiwache in Herne. Er gab an, dass er einen Schaden an seinem Wagen habe, den er nicht zuordnen könne. Ein Polizeibeamter schaute sich das Fahrzeug an und stellte fest, dass sich blaue Lackkratzer am Radkasten sowie an der rechten Beifahrertür befanden. Ein Schadensbild, so die Polizei, das nur durch eine Kollision mit einem blauen Gegenstand oder einem Pkw entstanden sein könne – und zwar durch das Auto des Anzeigenerstatters selbst.

Vorwurf: Stadt ist Schuld an Unfall

Nun sagte der Mann, dass die Stadt Herne nicht in der Lage sei, die Bauarbeiten auf der Dorstener Straße zu Ende zu bringen und dass sie an der Beschädigung seines Autos schuld sei, teilte die Polizei weiter mit. Wegen dieser Baustelle habe der Mann, der sich als „dummer, nach Navi-Anweisung fahrender Autofahrer“ bezeichnet habe, mit Hilfe seines Navis eine ihm unbekannte Abkürzung durch einen schmalen Waldweg genommen. Dabei habe er plötzlich einen dumpfen Knall gehört und vermutet, dass etwas auf das Autodach gefallen sei. Was tun? Der Herner habe telefonisch bei seiner Frau nachgefragt, was er machen soll; sie habe ihn zur Polizei geschickt.

Auf der Wache bat ein Beamter den Mann, den Unfallort auf dem Waldweg einzugrenzen, um das beschädigte Fahrzeug beziehungsweise den Gegenstand zu finden. Das wollte der Mann aber nicht, sondern nur den Unfall melden, heißt es weiter. Begründung: Er sehe es nicht ein, als Beschuldigter weitere Fragen zu beantworten. Aggressiv und herablassend habe er die Herausgabe seiner Dokumente gefordert. Außerdem wollte er gehen. Sollte das nicht möglich sein, so so drohte er dem Beamten eine Anzeige wegen Freiheitsberaubung an.

Folge: Nachdem der Polizist dem Herner das Aktenzeichen der Verkehrsunfallanzeige mitgeteilt hatte, verließ der Mann wütend die Wache. „Ab und an gestaltet sich die polizeiliche Ermittlungsarbeit nicht unbedingt einfach, was häufig auch mit dem polizeilichen Gegenüber zu tun hat“, kommentiert Polizeisprecher Volker Schütte den Auftritt des Autofahrers.

Nun beschäftigt sich eine Ermittlerin aus dem Verkehrskommissariat mit dem Vorfall. Sie versucht Licht ins Dunkel zu bringen und sucht Zeugen: Telefon 0234 / 909-5206 erbeten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben