Brandschutz

Herner Experte sieht weiteren Bedarf bei Rauchmeldern

Rauchmelder sind seit eineinhalb Jahren gesetzlich vorgeschrieben.

Foto: Feuerwehr Herdecke

Rauchmelder sind seit eineinhalb Jahren gesetzlich vorgeschrieben. Foto: Feuerwehr Herdecke

Seit anderthalb Jahren sind Rauchmelder Pflicht. Arne Begrich, Vorsitzender des Herner Stadtfeuerwehrverbandes, sieht aber noch Nachholbedarf.

Rauchmelder sind in Nordrhein-Westfalen seit nunmehr anderthalb Jahren gesetzlich vorgeschrieben. „Dennoch stellen wir bei den Beratungen immer wieder fest, dass einige Bürger noch nicht oder nur unzureichend mit Rauchmeldern ausgestattet sind und zahlreiche Fragen haben“, stellt Arne Begrich, Vorsitzender des Herner Stadtfeuerwehrverbandes, fest. Andere suchten inzwischen bessere Systeme als Ersatz für ihre Erstausstattung und wollten auf dem neuesten technischen Stand sein, beispielsweise bei der Vernetzung der Rauchmelder untereinander.

Gibt es noch Bedarf?

„Wir beobachten, dass nach wie vor Optimierungsbedarf vorhanden ist. Viele Leute besitzen zwar Rauchmelder, suchen aber nach besseren Lösungen, beispielsweise nach Vernetzungsmöglichkeiten der einzelnen Geräte untereinander.“ Heißt: Wenn ein Rauchmelder im Kinderzimmer anschlage, dann sollen auch die Geräte in allen anderen Zimmern losgehen. Eine Vernetzung ermögliche es auch, damit Schwerhörigen-Warnanlagen zu koppeln, entweder mit einer Tieftonsirene, einem Blitzlicht oder einer Vibration im Kopfkissen.

Was ist beim Kauf wichtig?

Gute Rauchmelder gebe es im Fachhandel und im Elektrohandwerk, die sich auf Gebäudesicherheit spezialisiert hat. Rauchmelder sollten am besten mit dem Qualitätszeichen „Q“ versehen sein. Sie würden auf ihre Langlebigkeit geprüft, wiesen eine deutliche Reduktion von Falschalarmen auf, hätten eine erhöhte Stabilität und eine fest eingebaute Batterie, die über eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren verfüge.

Wo Rauchmelder anbringen?

Laut Bauordnung NRW müssen Rauchmelder in Kinder- und Schlafzimmern sowie in Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, angebracht werden. Wer über eine Wohnung oder ein Haus mit mehreren Etagen verfüge, sollte auch den Keller und den Dachboden nicht vergessen.

Wie warte ich Rauchmelder?

Der beste Rauchmelder kann im Ernstfall nicht funktionieren, wenn zum Beispiel die Batterie leer oder der Rauchmelder stark verschmutzt ist. Daher sei eine regelmäßige Wartung unbedingt notwendig. Die Wartung beinhalte das Drücken der Prüftaste, um zu schauen, ob die Batterie und der Alarmgeber noch funktionieren. Des Weiteren sollte auch genau kontrolliert werden, ob die Öffnungen am Rauchmelder frei von Staub und Flusen seien. Unabhängig vom Drücken der Prüftaste sei ein Batteriewechsel erforderlich, wenn der Rauchmelder einen Warnton aussende.

Machen CO-Melder Sinn?

Kohlenmonoxid-Melder würden immer häufiger nachgefragt. Sie machten dort Sinn, wo unsaubere Verbrennung entstehen kann, zum Beispiel im Heizungskeller oder bei Gasetagenheizungen in der Nähe der Therme.

Was muss in jeden Haushalt?

Zu allererst gehöre eine Löschdecke in den Haushalt, um zum Beispiel bei einem Fettbrand in der Küche gewappnet zu sein. So eine Decke sei hitzebeständig bis 1250 Grad und koste zehn bis 18 Euro. Feuerlöscher seien dagegen relativ aufwändig, weil sie regelmäßig gewartet werden müssten, aber trotzdem wichtig.

Wo lauern die Gefahren?

Besonders brisant sei es in der Küche, wenn der Herd angeschaltet ist und nicht beaufsichtigt wird, sowie bei Elektronikgeräten in der gesamten Wohnung. Bei Toastern, Fernsehern und so weiter sollte der Stecker gezogen werden, zumindest wenn man längere Zeit unterwegs ist.

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