Gesundheit

Herner Apotheker: Vorsicht beim Arzneikauf im Ausland

Der Apotheker Heribert Lauck warnt vor gefälschten Medikamenten. (Symbolfoto)

Der Apotheker Heribert Lauck warnt vor gefälschten Medikamenten. (Symbolfoto)

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Herne.  Reisende bringen gerne mal Medikamente aus dem Urlaub im Ausland mit. Apothekensprecher Heribert Lauck warnt sehr deutlich vor den Gefahren.

Bei Reisen im Ausland fragen sich Urlauber häufig, ob und welche Medikamente sie kaufen können. Die WAZ sprach darüber mit Heribert Lauck, Sprecher der Herner Apotheken.

1. Was gilt es beim Kauf von Arzneien im Ausland zu bedenken?

Die Gefahr, ein gefälschtes Medikament zu kaufen, ist groß, besonders auf Märkten oder bei fliegenden Händlern. Das gilt vor allem in Entwicklungsländern. Auch wenn ein Medikament im Ausland preiswerter ist: Die Schnäppchenjagd kann lebensgefährlich sein. Fälschungen können zu wenig oder keinen Wirkstoff enthalten, im schlimmsten Fall sogar lebensgefährliche Inhaltsstoffe.

2. Kann man denn nicht Fälschung und Original unterscheiden?

Gut gemachte Plagiate sind mit bloßem Auge kaum erkennbar. Anzeichen einer Fälschung sind ein fehlender Beipackzettel oder wenn Tabletten lose verkauft werden. Stutzig sollten Reisende auch werden, wenn ihnen verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept angeboten werden.

3. Ist die Einfuhr von Medikamenten nach Deutschland eigentlich erlaubt?

Medikamente dürfen nur in Mengen eingeführt werden, die dem persönlichen Bedarf entsprechen. Als Faustregel gilt dabei der Bedarf für maximal drei Monate pro Medikament. Urlauber dürfen aus dem Ausland keine Medikamente für andere Personen oder für gewerbliche Zwecke mitbringen. Arzneimittelfälschungen und Dopingmittel dürfen generell nicht eingeführt werden.

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