Frauenpower

Herne: Starke Frauen stehen im Fokus der 27. Frauenwoche

Ein Thema bei der 27. Herner Frauenwoche: Die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Die Frauenwoche soll das Selbstbewusstsein von Frauen stärken.

Ein Thema bei der 27. Herner Frauenwoche: Die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Die Frauenwoche soll das Selbstbewusstsein von Frauen stärken.

Foto: Andrea Warnecke / dpa-tmn

Herne.  Die 27. Frauenwoche in Herne findet vom 6. bis 22. März statt. Im Fokus stehen „Powerfrauen“ und das gesellschaftliche Ungleichgewicht.

Die diesjährige Herner Frauenwoche trägt im wahrsten Sinne des Wortes einen starken Titel: „Frauenpower – Powerfrauen“. Und auch die Themen, die in diesem Jahr auf dem Plan stehen, werden laut Sabine Schirmer-Klug, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herne, und Cordelia Neige, ebenfalls von der städtischen Gleichstellungsstelle, stark und wirkungsvoll sein.

Neben Themen wie „Gewalt gegen Frauen“ wird vor allem die weiterhin bestehende Gender-Pay-Gap, also die Differenz des Verdienstes von Männern und Frauen, im Fokus stehen. „Wir sehen leider immer noch ein deutliches gesellschaftliches Ungleichgewicht“, so Schirmer-Klug. Der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen liege bei 21 Prozent, sagt Schirmer-Klug. Dadurch seien immer mehr Frauen von Altersarmut betroffen. (Anmerkung: In einer älteren Version des Artikels war zu lesen: „21 Prozent der Frauen in Deutschland haben ein geringeres Einkommen als Männer.“ Das ist falsch, deshalb die Korrektur, Red.)

68 Veranstaltungen in zwei Wochen

Viel zu selten werde anerkannt, dass Frauen eine große Stütze in der Gesellschaft seien, so die Expertin. „Ohne Frauen würde das System nicht funktionieren.“ Durch die Frauenwoche soll deshalb auch in diesem Jahr die Selbstbestimmung von Frauen gefördert werden.

68 Veranstaltungen seien geplant, viele davon zielten darauf ab, Frauen und auch Mädchen zu stärken. Sei es im Kurs „Eurythmie – Bewegung und innere Haltung“ am Dienstag, 10. März, um 16.45 Uhr, oder auch der Selbstbehauptungskurs „Stopp! Nein!“ am Montag, 16. März, um 15.30 Uhr. Sie alle sollen Frauen Stärke und Selbstbewusstsein geben.

In diesem Jahr sei es besonders schwierig gewesen, einzelne Highlights herauszufiltern, so Neige. „Wir haben ganz viele tolle Veranstaltungen.“ Von kreativ bis informativ sei einiges dabei. Eine besondere Darbietung sei dabei aber vor allem die von Marjam Azemoun. Die Deutsch-Iranerin informiere in unterhaltsamer Art und Weise in dem Stück „Frauen.Leben.Politik“ über die Frauenrechtlerinnen der ersten Stunde wie Rosa Luxemburg und Widerstandskämpferinnen wie Sophie Scholl.

Frauen bekommen praktische Tipps

Doch auch ganz praktische Dinge sollen in der Frauenwoche gelehrt und gelernt werden. So bekommen Frauen in dem Workshop „Und Geld macht doch glücklich“ am Dienstag, 10. März, Tipps zum richtigen Umgang mit Finanzen und am Sonntag, 15. März, können Studentinnen in einem Coaching-Workshop lernen, wie sie stressfrei und effektiv studieren.

Besonders herausstechen werde auch die Veranstaltung „Die Rhetorik der Rechten“, die am Sonntag, 15. März, stattfindet. „Gerade in der heutigen Zeit müssen wir ganz genau aufpassen, dass die politischen Rechte von Frauen nicht verloren gehen“, erklärt Schirmer-Klug.

Doch nicht nur für Frauen, sondern auch für Paare bietet die Frauenwoche in diesem Jahr einige Workshops an. Neben einem Massage-Workshop am Sonntag, 22. März, können sich Paare am Donnerstag, 26. März, um 17 Uhr über hormonfreie Verhütung informieren.

Alle Informationen sind in einem Programmheft zu finden

Aber auch das Thema Nachhaltigkeit darf bei der diesjährigen Frauenwoche nicht fehlen. So können Interessierte am Donnerstag, 12. März, lernen, wie sie Bienenwachstücher für Verpackungen oder Upcycling-Taschen (14. März) herstellen können.

Alle Informationen zu dem Programm und den einzelnen Veranstaltungen sind in einem Informationsheft zu finden, das in der Gleichstellungsstelle, Berliner Platz 7, und in allen städtischen Gebäuden ausliegt oder sind im Internet unter www.herne.de abzurufen.

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