Politik

Herne sagt den Eltern-Taxis den Kampf an

Vorbildlich: die Eltern-Haltestelle der Vellwigschule in Herne.

Foto: Klaus Pollkläsener, Archiv

Vorbildlich: die Eltern-Haltestelle der Vellwigschule in Herne. Foto: Klaus Pollkläsener, Archiv

Herne.   Der Herner Rat hat wichtige Entscheidungen getroffen – zum Thema „Elterntaxis“ vor Schulen, Gestaltungsbeirat und Emscherland.

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Die Politik sagt dem Chaos bei der An- und Abfahrt vor Schulen den Kampf an: Auf Antrag von SPD und CDU hat der Rat der Stadt Herne am Dienstagabend beschlossen, dass die Verwaltung Maßnahmen zur Reduzierung der „Elterntaxis“ einleiten soll. „Was vor unseren Schulen stattfindet, ist nicht mehr tragbar“, begründete SPD-Ratsherr Ulrich Syberg in der Ratssitzung die rot-schwarze Initiative. Wenn Schüler den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegten, täten sie auch etwas für ihre Gesundheit.

Der Beschluss des Rates sieht vor, dass die Verwaltung in Kooperation mit den Eltern- und Lehrer-Vertretungen ein Konzept vorlegen soll. Auch Aspekte wie unter anderem die Verkehrsüberwachung, Informationsangebote für Eltern und Schüler sowie eine Zertifizierung fahrradfreundlicher Schulen sind Gegenstand des Prüfauftrags an die Stadtverwaltung.

Nachdenken über „Bannmeile“ vor Schulen

Die Stadt müsse auch darüber nachdenken, vor Schulen eine Art „Bannmeile“ einzuführen, so Syberg. Als positives Beispiel nannte der Ratsherr und Vorsitzende des Planungsausschusses die beiden Grundschulen Schillerstraße und Vellwigstraße, die in einem gewissen Abstand zu den Schulen Elternhaltestellen angelegt haben. „Davon brauchen wir mehr“, sagte Ulrich Syberg.

Der Rat stellte sich einstimmig hinter den rot-schwarzen Vorstoß. Wie geht es nun weiter? Die Verwaltung soll dem Rat vor Beginn des Schuljahres 2017/18 einen Katalog mit Maßnahmen vorlegen.

Gründung eines Gestaltungsbeirats beschlossen

Ebenfalls einstimmig votierte der Rat für die Gründung eines Herner Gestaltungsbeirats. „Mit diesem Instrument wollen wir die Baukultur in Herne verbessern“, sagte Baudezernent Karlheinz Friedrichs. Die Gründung des Gremiums geht auf eine Vereinbarung im von Stadt und Wohnungswirtschaft besiegelten „Bündnis für Wohnen“ zurück.

Ja zum „Emscherland“

An Rhein-Herne-Kanal und Emscher soll es schöner und grüner werden - durch das Handlungskonzept „Emscherland 2020“ (wir berichteten). Der Rat hat diesem Rahmen für die Umgestaltung eines sich über vier Städte - Herne, Herten, Recklinghausen, Castrop-Rauxel - erstreckenden Projekts den Segen erteilt. In Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft sollen unter anderem Verbindungen zwischen Schloß Herten, Halde Hoheward und Schloß Strünkede sowie zwischen den Kleingartenanlagen Baukau und Herne-Nord entstehen. Die Herner Maßnahmen kosten rund 5,5 Millionen Euro. Die Stadt hofft auf eine 90-Prozent-Förderung.

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