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Herne fordert Neuansiedlung von Forschungsinstituten

Algenforscher Prof. Dr. Thomas Happe von der Ruhr-Uni Bochum hat mit  „Solar Biofuels Ruhr“ ein Projektbüro im Herner Innovationszentrum eingerichtet, um die Grundlage für einen Forschungsstandort in Herne zu legen. Die OBs wollen mehr Forschungsinstitute für das nördliche Ruhrgebiet.

Algenforscher Prof. Dr. Thomas Happe von der Ruhr-Uni Bochum hat mit „Solar Biofuels Ruhr“ ein Projektbüro im Herner Innovationszentrum eingerichtet, um die Grundlage für einen Forschungsstandort in Herne zu legen. Die OBs wollen mehr Forschungsinstitute für das nördliche Ruhrgebiet.

Foto: Walter Fischer WAFI-BILD.de / Fischer

Herne.  Vier Städte und der Kreis Recklinghausen fordern die Ansiedlung von Forschungseinrichtungen, um das nördliche Ruhrgebiet zu stärken.

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Die Städte Herne, Bottrop, Oberhausen, Gelsenkirchen und der Kreis Recklinghausen fordern den Ausbau der Wissenschaftslandschaft mit Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten.

Die Oberbürgermeister - darunter Hernes OB Frank Dudda - und der Landrat haben jetzt eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam den Ausbau der Wissenschaftslandschaft mit Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten zur Mobilisierung der Wachstums- und Innovationspotenziale der Region zu fördern und zu fordern. Das teilt die Stadt Herne mit.

Die gemeinsame Initiative der vier Städte und des Landkreises soll dauerhaft das nördliche Ruhrgebiet voranbringen und vor allem die Wissenschaftslandschaft spür- und messbar verbessern. Die Kooperation zielt darauf ab, die Perspektiven für junge Menschen in der Region zu verbessern und den hier ausgebildeten Talenten künftig bessere Entfaltungschancen in ihrer unmittelbaren Heimat zu bieten. Das Ziel ist die Neuansiedlung von Forschungsinstituten in einem breiten Spektrum, um die Wachstumskräfte des nördlichen Ruhrgebiets zu stützen und das Angebot in der Metropole Ruhr insgesamt zu ergänzen.

„Keine zufriedenstellenden Antworten von Bund und Land“

Die Oberbürgermeister und der Landrat machen deutlich, dass eine Verbesserung der Wissenschaftslandschaft dringend notwendig ist. Zahlreiche Regionalvergleiche und Studien hätten belegt, dass eine wirtschaftliche und sozialräumliche Stärkung der Emscherachse geboten ist. Auch die Ergebnisse der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ der Bundesregierung und die Durchführung der Ruhrkonferenz durch die Landesregierung machten den Bedarf deutlich. „Es braucht entscheidende Impulse. Zufriedenstellende Antworten der beiden staatlichen Ebenen stehen bisher aus“ heißt es in der Absichtserklärung.

Für die beteiligten Kommunen und den Landkreis drängt die Zeit. Die Ungleichheiten in Deutschland nähmen zu, selbst innerhalb des Ruhrgebietes zeichne sich das ab. Dabei werde offenkundig, dass das südliche Ruhrgebiet von seiner bereits sehr umfassend entwickelten Wissenschaftslandschaft mit Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten stark profitiere.

Die Untersuchung des Institutes der deutschen Wirtschaft plädiere nachdrücklich für Impulse durch Hochschulen in bestimmten Regionen, um Ungleichgewichte der Regionalentwicklung zu vermindern.

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