Grundschul-Einbruch

Herne: Einbrecher verwüsten Schule – Direktorin entsetzt

Isabella Lenort-Thauern, Schulleiterin der Grundschule Forellstraße, zeigt sich von der Brutalität der Einbrecher entsetzt.

Isabella Lenort-Thauern, Schulleiterin der Grundschule Forellstraße, zeigt sich von der Brutalität der Einbrecher entsetzt.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Herne.  Einbrecher sind am Wochenende in Herne in die Grundschule Forellstraße eingestiegen und haben wild randaliert. So etwas geschieht dort häufiger.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ein Geschirrtuch verbirgt notdürftig den zersplitterten Holzrahmen der Tür zum Werkraum, einige Klassenräume müssen wohl bis Jahresende ohne Türen auskommen – zu groß war die Zerstörung. Einbrecher sind am Wochenende in die Grundschule Forellstraße in Herne eingestiegen und haben große Verwüstung verursacht. Direktorin Isabella Lenort-Thauern zeigt sich entsetzt, denn es ist bereits der dritte Einbruch in diesem Jahr. „Vor lauter Frust haben die dieses Mal richtig viel zerstört.“

Dieses Mal kamen die Täter durch den etwas versteckt gelegenen Hintereingang. Sie schlugen die Scheiben der Glastür ein und gelangten so ins Gebäude der Grundschule. „Die müssen zuerst im Erdgeschoss gewütet haben. Sie konnten wohl lesen“, vermutet die Direktorin. Denn der Werkraum – in dem übrigens keine Kostbarkeiten lagern – wurde scheinbar zielgerichtet aufgebrochen.

Einbrecher traten Türen der Grundschule Forellstraße ein

Im Obergeschoss traten die Täter dann gleich in mehreren Klassenräumen die Türen ein. Ersatz dafür wird es in diesem Jahr wohl nicht mehr geben. Die Klassenlehrer unterrichten bei geöffneter Tür. „Vielleicht hatten es die Einbrecher auf Geld abgesehen“, so eine Vermutung der Lehrerin.

Die Grundschulkinder hatten am Freitagabend ein Stück aus ihrer „Trommelzauberwoche“ aufgeführt. Zwei Euro kostete eine Karte, etwa 190 Stück seien verkauft worden. Die knapp 400 Euro hätten aber nicht in der Schule gelegen. „Zum Glück“, sagt die Direktorin. Dafür haben die Einbrecher andere Dinge mitgehen lassen, die die Lehrer nun mühsam für die Polizei auflisten: Zwei Laptops, Beamer, Scanner, Kabeltrommel...“

Direktorin: Mehrere Einbrüche jährlich – keine Alarmanlage

Einbrüche gebe es in der Forellschule „mindestens einmal im Jahr“. Seit 15 Jahren arbeitet Isabella Lenort-Thauern an der Grundschule – 20 Einbrüche hat sie in der Zeit miterlebt, wie sie erzählt. „Das ist einer der schlimmsten gewesen.“ Die Brutalität, mit der die Täter vorgegangen sind, schockiert die 61-Jährige. Und auch die Häufigkeit zermürbe sie. „Das gibt wieder jede Menge Schreibkram, ist ja schon das dritte Mal in diesem Jahr.“

Noch nie habe die Polizei bisher einen der vielen Einbrecher fassen können. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagt Polizeisprecherin Nina Witt. „Wir gehen aber davon aus, dass es sich um Beschaffungskriminalität handelt.“ Die Polizei habe Spuren sichern können, stehe aber noch ganz am Anfang der Ermittlungen.

Altes Gebäude der Grundschule soll 2020/21 abgerissen werden

Die Direktorin der Grundschule Forellstraße äußert derweil einen Weihnachtswunsch: „Ich hätte so gerne eine Alarmanlage oder eine Kameraüberwachung an der Schule.“ Das gab es aber bisher nicht.

Das alte Gebäude der Grundschule Forellstraße soll 202021 zugunsten eines Neubaus abgerissen werden. Mehr als acht Millionen Euro investiert die Stadt Herne in den Bau auf dem Gelände des Schulhofs. Direktorin Isabella Lenort-Thauern zeigt sich hoffnungsvoll: „Ich hoffe, dass das Gebäude besser gegen Einbrüche geschützt ist.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben