Ausstellung

Helmut Berka: Ausflug in die Welt der griechischen Mythen

Blick in die Ausstellung von Helmut Berka „Atlanten - Metamorphosen" .

Blick in die Ausstellung von Helmut Berka „Atlanten - Metamorphosen" .

Foto: Sebastian Sternemann

Herne.   Der Herner Künstler stellt am Freitag und Samstag in der Kulturbrauerei Hülsmann am Eickeler Markt aus. Ein Höllenhund empfängt die Gäste.

Wenn am 9. November in der Hülsmann-Brauerei die Ausstellung „Atlanten“ eröffnet wird, lädt Helmut Berka in die Welt der griechischen Mythologie ein. Ein kleiner Kerberos, der griechische Höllenhund, aus Lammknochen empfängt die Gäste. Karyatiden, bei den Griechen Frauenfiguren in fließenden Gewändern, rahmen den Weg in die untere Etage. Bei Berka werden sie zu Männerfiguren, die Kraft, Gewalt oder Neid symbolisieren. Unten schweben neben Braukesseln großflächige Bilder von der Decke. Ein Labyrinth aus Objekten aus Lammknochen auf roten Podesten weist den Weg.

Nur auf den ersten Blick gegenstandslos

Auf den ersten Blick wirken die Bilder von Helmut Berka wie gegenstandslose farbige Kompositionen. Da scheinen sich die Farben in großen Bewegungen über die Leinwände auszubreiten. Berka vermischt Ölfarbe mit Spachtelmasse, die er frei über die Leinwände fließen lässt. Die so entstehenden Strukturen werden in mehreren Schichten übermalt und schließlich vorsichtig abgeschliffen. So entstehen plastisch scheinende Strukturen, die sich sie wie ein rotes Netzwerk über die Fläche erstrecken.

Erst auf den zweiten Blick nimmt der Betrachter die figürlichen Formen wahr. Da starren ihn weit aufgerissene Augen an. In anderen Bildern winden sich Gestalten in dem Farbfluss, oder sie scheinen gegeneinander zu kämpfen. „Für mich sind das alles Figuren, die vom Schicksal gezeichnet sind“, erklärt Helmut Berka. Hat der Betrachter sie in der Malerei entdeckt, wird er von ihnen gefangen genommen. Die Figuren werden zum direkten Ausdruck emotionaler Grenzerfahrungen. „Es sind nicht mehr die Götter der Griechen, sondern wir selbst, die für unser Schicksal verantwortlich sind“, sagt Berka.

Eine andere Seite von Helmut Berka zeigen seine kleinen Collagen. Wenn andere Leute ins Fernsehen starren, schafft er aus Federn, Linien und ein wenig Farbe witzig-ironische Gestalten voller Humor.

Eröffnung am Freitag um 19 Uhr

„Atlanten“ wird am Freitag, 9. November, um 19 Uhr am Eickeler Markt 1 eröffnet. Zur Einstimmung lesen Helmut Berka und Freunde Friedrich Dürrenmatts Ballade „Minotaurus“. Die Ausstellung ist leider nur an diesem Wochenende zu sehen.

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