Festival

Heiko 2016: Besucher genießen Schlammschlacht vor der Bühne

Beim Heisterkamp Open Air Heiko. Im Hintergrund The Juicy Dolls.

Beim Heisterkamp Open Air Heiko. Im Hintergrund The Juicy Dolls.

Foto: Ralph Bodemer

Herne.   Das Open Air Heiko am Heisterkamp in Wanne-Eickel ließ sich vom Wetter nicht stören. Besucherzahl aber blieb mit 200 unter den Erwartungen.

Ob Rock am Ring oder Hurricane – die großen Festivals haben in diesem Jahr kein Glück mit dem Wetter – Regen, Schlamm, Überflutung. Auch das Heisterkampf Open Air (kurz: Heiko), Hernes größtes Festival in diesem Jahr, wurde am Samstag von Petrus nicht verschont.

Zum ersten Mal seit 2007 fand das Festival nun wieder am Heisterkamp statt, veranstaltet vom Rockbüro Herne. Nach dem Motto „Klotzen statt kleckern“ buchte es das größte Line-Up in der jüngeren Geschichte Hernes. Dabei waren, neben der Herner Band Black Paper, Raggatta und den Juicy Dolls die zwei Headliner Milliarden und The Prosecution. Die Berliner Band Milliarden sind bundesweit in aller Munde, gerade nach ihren Auftritten bei der TV-Sendung Circus Halligalli. Die Hardcore/Ska-Band The Prosecution ist ebenfalls in der Szene ein großer Name.

Bereits am Morgen begann es zu regnen in Herne. Als mittags das Wasser vor der Bühne schon sehr hoch stand, riefen die Veranstalter bei einem befreundeten Bauern an um Stroh zu besorgen, das ausgelegt werden sollte – mit Erfolg.

Auch Musiker springt in den Matsch

Natürlich war es schlammig und dreckig, aber es gab keine Pfützen und die Besucher störten sich nicht an der braunen Matsche. Im Gegenteil: Ohne Schuhe und teilweise auch ohne T-Shirt suhlten sie sich und tanzten im Schlamm. Beim Auftritt der Band Milliarden erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Die Leute sangen mit und tanzten zu den poppigen Rockklängen der Berliner. Auch Frontmann Ben Hartmann ließ sich von der guten Stimmung anstecken und sprang von der Bühne um ein Schlammbad zu genießen. Später veröffentlichte er ein Bild mit dem Untertitel: „wie Woodstock“.

Rund 200 Gäste besuchten das Open Air – sicherlich eine enttäuschende Zahl bei diesem Line-Up, aber die anwesenden Besucher kamen voll auf ihre Kosten. Jakob Terlau vom Rockbüro: „Heiko ist zurück und hat bewiesen, dass er nicht aus Zucker ist! Für die widrigen Wetterumstände sind wir sehr zufrieden mit der Neuauflage des Festivals. Die Besucher, Bands und Helfer waren allesamt begeistert. Dies bestätigt uns in unserer ehrenamtlichen Kulturarbeit und das es die richtige Entscheidung war, das Heisterkamp Open Air wieder zu veranstalten.“

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