Gesund mit Grips

Haranni: Schüler lernen sich im Parcours besser kennen

Schüler der siebten Klasse des Haranni-Gymnasiums nehmen am „Gesundheit mit Grips“-Parcours teil. Fotos: Walter

Schüler der siebten Klasse des Haranni-Gymnasiums nehmen am „Gesundheit mit Grips“-Parcours teil. Fotos: Walter

Herne.   Im Parcours „Gesund mit Grips“ durchlaufen Schüler des Haranni-Gymnasiums 18 Stationen. Das ist das Ziel des Ganzen.

Was wäre ich wohl für ein Superheld? Was hätte ich für besondere Eigenschaften? Und: Was wäre meine Stärke? Siebtklässler des Haranni-Gymnasiums in Herne-Mitte sind sich da schon sicher. So die zwölfjährige Annabell Salewski: „Meine Stärke ist, dass ich tierlieb bin“, sagt sie. Die Station „Mein Superheld“, die den Kindern helfen soll, die eigenen Stärken zu erkennen und dadurch selbstbewusster zu werden, ist eine von 18 Stationen des „Gesund mit Grips“-Parcours’ zu den Themen Bewegung, Ernährung, soziales Miteinander, Sexualität, Sucht sowie Körper und Geist, die die Schüler des Haranni-Gymnasiums am Dienstagvormittag durchliefen.

Eine der Stationen – die „Suchtlandschaft“ – wird von Oberstufenschüler Nick Krämer betreut. Er erklärt: „Die Kinder beantworten Fragen zu Suchtarten. Da sind auch Süchte dabei, die die Kinder erst mal gar nicht als solche kennen.“ Damit meint er zum Beispiel Handy-, Fernseh- oder Computersucht: „Ziel ist es, die Kinder zu sensibilisieren, ihnen zu zeigen, was eine Sucht überhaupt ist.“

Spielerische Wissensvermittlung

Während die Kinder in der „Suchtlandschaft“ Fragen beantworten, wollen die Schülerinnen Lea Spreckelmeier und Shana Siebler durch spielerische Wissensvermittlung die Selbstreflexion der Kinder fördern. Den Siebtklässlern werden Fragen zu den Themen Gedanken, Gefühle, Hormone und soziales Miteinander gestellt. „Die Kinder sollen sich selbst besser kennenlernen“, erklärt Lea Spreckelmeier.

Ausgerichtet wird der „Gesund mit Grips“-Parcours vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsunternehmen IKK Classic. „Wir sind mit dem Body+Grips-Mobil hauptsächlich an Schulen unterwegs“, erzählt DRK-Mitarbeiterin Anna Großbrink. „Unser Ziel ist es, den Kindern auf spannende und abwechslungsreiche Art und Weise eine ganzheitliche Gesundheitsförderung zu vermitteln“, fügt sie an.

Oberstufenschüler betreuen ihre Mitschüler

Das Projekt, an dem das Gymnasium zum ersten Mal teilnimmt, richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren. „Das ist das Alter, in dem Schüler für solche Themen empfänglich sind“, meint Sandra Widera, die den Parcours als Lehrkraft des Gymnasiums begleitet. Das merke man auch daran, dass die Kinder gut mitmachten und sichtlich Interesse zeigten.

Betreut werden die Stationen von Oberstufenschülern. Für ihren Einsatz erhalten sie eine Urkunde, die bei Bewerbungen im sozialen Bereich auch gerne vorgelegt werden kann.

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