Kreativquartier

„Hallenbad“: Nach Startphase sollen Kreative aktiv werden

Susanne Stegemann  (li.) und Evelyn Stober (re.) von der WFG mit Netzwerkmanagerin  Stefanie Thomczyk (Mitte, Go Between) im „Hallenbad“.

Foto: Svenja Hanusch

Susanne Stegemann (li.) und Evelyn Stober (re.) von der WFG mit Netzwerkmanagerin Stefanie Thomczyk (Mitte, Go Between) im „Hallenbad“. Foto: Svenja Hanusch

Herne.   Das „Hallenbad“ im Kreativquartier Wanne hat mit „Kultur trifft Quartier 2017“ einiges angestoßen: Ausstellungen, Workshops und den Kreativtreff.

Wenn im „Hallenbad“ an der Heinestraße Ende Februar das offizielle „Opening“ stattfindet, könnte der Eindruck entstehen: Jetzt geht es los mit dem Kreativquartier Wanne. Tatsächlich ist in dem Ladenlokal in den letzten Monaten schon eine Menge passiert. 30 000 Euro Landesförderung gab es für das Projekt „Kultur trifft Quartier“, auch die Herner Wirtschaftsförderung (WFG) und der Fachbereich Kultur unterstützten den Start. Evelyn Stober und Susanne Stegemann von der WFG haben mit Netzwerkmanagerin Stefanie Thomczyk (Go Between) einiges angeschoben, darunter Ausstellungen, Workshops und regelmäßige offene Treffen von Kreativen.

Wechselnde Ausstellungen im Ladenlokal

Das lange leer stehende 70-Quadratmeter-Ladenlokal sieht dank Farbe und kreativer Möblierung jetzt vorzeigbar aus. Hier finden wechselnde Kunstausstellungen statt, - kuratiert von dem Künstler Thorsten Poersch. Momentan stellt eine Bottroper Fotografin aus, Judith Wermter, demnächst mit André Schnaudt ein Street-Art-Künstler. Poersch habe die Kontakte in die Szene, sagen die Initiatorinnen, und mache gleichzeitig erste Schritte als „Galerist“. Der multifunktionale Raum lasse aber auch andere Nutzungen zu. Fehlt nur noch das Original-Schild des alten Wanner Hallenbades, das dem Kreativtreff versprochen worden ist. Mit dem Slogan „Bade in der Menge Gleichgesinnter“ ist dem „Hallenbad“ jetzt auch der Brückenschlag zwischen dem (vom alten Hallenbad-Schild inspirierten) Namen und der selbstgewählten Zielsetzung gelungen. Zur Eröffnung stellt der Herner Fotograf Arne Pöhnert Bilder aus dem „echten“ Wanner Hallenbad aus.

Gleichgesinnte treffen sich inzwischen regelmäßig. Zehn offene Kreativtreffs haben stattgefunden, dabei wurde gekocht, getrommelt und sich ausgetauscht. Dazu gibt es Veranstaltungen mit Referenten, etwa zum Thema „Freelancer“. Für Künstler und Kreative, die sich selbstständig machen wollen, ebenso interessant wie die „Creative Labs“, die Susanne Stegemann vom Startercenter der WFG im September an drei Samstagen angeboten hat und die für einige schon als „Initialzündung“ gewirkt hätten. Susanne Stegemann will jedenfalls am Ball bleiben und plant u.a. einen Workshop zur Preisgestaltung in der Kunst- und Kreativ-Branche.

Beachtung über die Stadtgrenzen hinaus

Während das „Pre-Opening“ im Juli 2017 Nachbarn und Neugierige anlockte, fand das Hallenbad nun auch schon Beachtung über die Stadtgrenzen hinaus. Studierende aus Utrecht hätten sich u.a. für „Leerstandsbespielung“ interessiert, berichtet Stefanie Thomczyk. Sie wurden durch das Viertel geführt, wie auch junge Erwachsene aus Osnabrück, beide mit dem Ziel, „sichtbar zu machen, welches Potenzial Wanne hat, bei allen Problemen.“

Auf Facebook hat das Hallenbad inzwischen knapp über 200 Follower. Wer sich in der analogen Welt dazu gesellen will, ist willkommen. „Wir stellen die Räume, das Knowhow und das Netztwerkmanagement“, sagt Evelyn Stober. „Jetzt müssen die Leute aktiv werden.“

>>> INFOS ZUR ERÖFFNUNG

Das „Opening“-Wochenende im „Hallenbad“ an der Heinestraße 1 ist von Mittwoch, 21., bis Sonntag, 25. Februar, geplant.

Zum Auftakt findet am 21. Februar, 14 Uhr, eine Podiumsdiskussion mit geladenen Gästen statt. Thema: „Freischwimmer“.

Arne Pöhnerts Fotoausstellung „Szenen einer vergangenen Badekultur“ wird am 22. Februar, 18 Uhr mit einem Künstlergespräch eröffnet.

Außerdem finden Workshops statt, zu „Fluid Painting“, „Art & Drums“, „Vinyl Upcycling“.

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