Aufruf

Hallenbad Eickel: Herner Linke unterstützen Bürgerbegehren

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Abriss oder Rettung? Das ehemalige Hallenbad Eickel in Herne.

Abriss oder Rettung? Das ehemalige Hallenbad Eickel in Herne.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Herne.  Eine Initiative will das ehemalige Hallenbad in Eickel mit einem Bürgerbegehren retten. Nun erhält sie Unterstützung von den Linken in Herne.

Die Herner Linken unterstützen das Bürgerbegehren zum Erhalt des Hallenbads Eickel. Sie rufen die Menschen dazu auf, für die Rettung des ehemaligen Schwimmbads zu unterschreiben.

Die Initiative „Wiederinbetriebnahme Hallenbad Eickel“ muss bis Donnerstag, 20. Januar, 5974 gültige Unterschriften von Hernerinnen und Hernern zusammen haben. Mit ihrem Bürgerbegehren will sie das ehemalige Hallenbad Eickel retten. Die Mitstreiter wollen erreichen, dass der Verkauf des Grundstücks mit dem mittlerweile geschlossenen Schwimmbad an die Stadtentwicklungsgesellschaft rückgängig gemacht wird.

Das Ziel der Initiative sei „eine Verbesserung der Lebenswirklichkeit unserer Kommune“, loben die Linken in einer Mitteilung. Auch den „basisdemokratischen Weg“ der Gruppe nennt sie „sehr erfrischend“. Bürgerentscheide und andere Möglichkeiten zur direkten Beteiligung von Einwohnerinnen und Einwohnern, meint Linken-Chef Patrick Gawliczek, seien sehr bereichernd für unsere Gesellschaft. Sie zeigten, wie Demokratie funktionieren sollte: „von unten nach oben – und nicht umgekehrt.“

Linken-Chef Gawliczek kritisiert die Stadt Herne

In diesem Zusammenhang kritisiert er auch die Stadt Herne: „Die Initiative hat darum gebeten, die Frist zum Einsammeln der benötigten Unterschriften zu verlängern, was eiskalt abgelehnt wurde.“ Scheinbar sei bei der Stadt noch nicht angekommen, dass wir uns in einer Pandemie befinden, die persönliche Kontakte und somit auch das Sammeln von Unterschriften erschwere. Umso beeindruckender wäre es, wenn es die Initiative trotzdem schaffen würde, die benötigten rund 6000 Unterschriften für das Bürgerbegehren zu sammeln.

Auch inhaltlich stünden die Linken voll hinter dem Bürgerbegehren, sagt Niko Warmbier, Vorstandsmitglied der Herner Linken und Bezirksverordneter in Eickel, in der Mitteilung. Hallenbäder, in denen man sich auch mit kleinem Geldbeutel den Besuch leisten könne, seien ein wichtiger Teil der öffentlichen Infrastruktur. Nicht jede Familie habe das Geld, um sich den Eintritt im Wananas oder gar in der Therme Lago leisten zu können. Hinzu komme, dass es in Herne einen Mangel an Lehrschwimmbecken gebe: „Es kann doch nicht sein, dass man vorhandene Becken abreißt und dafür neue baut an anderer Stelle.“

Das sieht die Stadt völlig anders. „Das Hallenbad kann nur noch abgerissen werden“, sagte Stadtdirektor Hans Werner Klee zuletzt zur WAZ. Eine Sanierung des Hallenbads sei weder wirtschaftlich noch für die Stadt zu stemmen.

Die Linken rufen die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, für den Erhalt des Hallenbads Eickel zu unterschreiben. Möglich sei das auch bei den Linken an der Hauptstraße 181 in Wanne (Dienstag bis Donnerstag, 10 bis 14 Uhr).

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