Jubiläum

Günter und Brigitte Frohwerk verliebten sich im Treppenhaus

Günter Frohwerk (70) und seine Frau Brigitte (67) feiern am 7.November goldene Hochzeit.

Günter Frohwerk (70) und seine Frau Brigitte (67) feiern am 7.November goldene Hochzeit.

Foto: Carsten Siegmund / FUNKE Foto Service

Herne.   Am 7. November feiert das Wanne-Eickeler Paar goldene Hochzeit. Eine Freundin brachte die beiden zusammen. Sie gründeten schon früh eine Familie.

„Ich habe sie im Treppenhaus gesehen und wusste: die oder keine“, erzählt Günter Frohwerk lachend. Vor 51 Jahren haben sich seine Frau Brigitte und er kennengelernt. „Es war einfach Liebe auf den ersten Blick“, sagt der 70-Jährige. Deshalb haben die beiden auch nicht lange überlegt und gut eineinhalb Jahre später geheiratet. Und diese Entscheidung bereuen sie bis heute nicht. Die Ehe hält jetzt schon seit genau 50 Jahren.

Bei allen Fußballspielen dabei

„Ich habe es einer Freundin zu verdanken, dass ich Günter damals kennengelernt habe“, erinnert sich Brigitte Frohwerk. Ihr Mann hatte damals im gleichen Haus wie eben diese Freundin gewohnt. Im Treppenhaus liefen sich die beiden dann das erste Mal über den Weg. Und die damalige Freundin hat geholfen, die beiden zusammenzubringen. „Mit ihr war ich dann immer bei seinen Fußballspielen“, sagt die 67-Jährige. Das blieb auch von Günter Frohwerk nicht unbemerkt: „Ich konnte mich gar nicht mehr richtig konzentrieren, mindestens ein Auge war immer neben dem Spielfeld.“

Im Januar 1967 wurden die beiden dann ein Paar, im November ‘68 haben sie geheiratet. Einen richtigen Antrag gab es aber nicht. „Wir haben das zusammen entschieden, es hat einfach gepasst“, sagt Brigitte Günter. Die Hochzeit hatte auch ganz praktische Vorteile: „Als wir verheiratet waren, konnten wir zusammenziehen“, erzählt Brigitte Frohwerk.

Mutter mit 18 Jahren

Ein paar Monate nach der Hochzeit bekamen die beiden ihren ersten Sohn. Brigitte Frohwerk war damals gerade 18 Jahre alt. „Das kann man sich heute ja gar nicht mehr vorstellen, aber ich habe mich damals schon erwachsen gefühlt.“ Während sie sich zu Hause um Haushalt und Kind gekümmert hat, arbeitete Günter Frohwerk auf der Zeche. Seine Frau: „Es gab eben damals diese typische Aufteilung zwischen Mann und Frau.“

Das Paar bekam zwei Söhne und zwei Töchter. Eine ist Claudia Frohwerk. Die 46-Jährige hat die beiden erst darauf gebracht, dass man die goldene Hochzeit doch ein bisschen bekannter machen könnte. „Ich bin einfach sehr stolz auf meine Eltern.“ Sie erinnert sich noch sehr gerne an ihre Kindheit. An gemeinsame Ausflüge ins Schwimmbad oder Drachen steigen lassen. Und dank Günter Frohwerk hat auch der Fußball in der Familie immer eine Rolle gespielt. „Ich habe bis dieses Jahr noch regelmäßig selbst gespielt“, sagt der 70-Jährige. „Und Fan bin ich auch, natürlich von Schalke.“

„Ohne Liebe geht es nicht“

Und was ist nun das Geheimnis einer so langen Beziehung? „Keine Ahnung“, sagt Brigitte Frohwerk. „Liebe würde ich sagen. Ohne die geht es nicht.“ Ihr Mann hat noch eine andere Idee: „Vielleicht hatten wir auch einfach früher nicht so viele Gründe uns zu streiten. Es gab ja zum Beispiel nur zwei Fernsehsender.“

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