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Grüne unterstützen Kritik an PCB-Behandlung in Herne

Sita an der Südstraße in Herne: Hier soll PCB-haltiger Müll aus einem Atomkraftwerk verbrannt werden.

Sita an der Südstraße in Herne: Hier soll PCB-haltiger Müll aus einem Atomkraftwerk verbrannt werden.

Foto: WAZ FotoPool

Herne.   Bündnis 90/Die Grünen kritisieren, dass bei Sita an der Südstraße in Herne Müll aus dem Alt-Atomkraftwerk Würgassen verbrannt werden soll. Damit schließt sich die Partei der Umweltschutzorganisation BUND an, die am Montag auf die Verbrennung aufmerksam gemacht hatte.

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Nach dem BUND kritisieren auch die Grünen, dass 350 Tonnen PCB-haltiger Müll aus dem Alt-Akw Würgassen bei der Firma Sita an der Südstraße verbrannt werden sollen. Mit dieser Nachricht hatte die Umweltschutzorganisation BUND Alarm geschlagen. Schon wieder, so die Grünen, solle „freigemessener radioaktiver Müll“ aus Würgassen in Herne verbrannt werden, nach 2013 – damals waren es 50 Tonnen – diesmal sogar 350 Tonnen.

Dorothea Schulte, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, unterstützt die Kritik des BUND: „Mit Recht weist der BUND darauf hin, dass zum Umgang mit den entstehenden Verbrennungsrückständen, dem Wasser und der Abluft keine Angaben gemacht werden.“ Die Grünen, fügt sie an, seien „entschieden dagegen, dass an der Herner Südstraße immer mehr radioaktiver Abfall verbrannt wird“.

Rechtlich sehen die Grünen keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen. Ihre politische Forderung laute: „Sofortiger Stopp von Transporten des Würgassenmülls nach Herne.“

Bauschutt aus dem Alt-Akw, so hatte Sita-Chef Fred Kock 2013 im WAZ-Interview gesagt, stehe in keinem Zusammenhang mit Atommüll. Außerdem unterliege die Anlage einer Vielzahl an Auflagen.

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