Abfall

Giftmüll aus Kernkraftwerk soll nach Herne

Ist die Radioaktivität gering, kann der Abfall aus der atomrechtlichen Überwachung entlassen werden.

Ist die Radioaktivität gering, kann der Abfall aus der atomrechtlichen Überwachung entlassen werden.

Foto: Knut Vahlensieck

Herne.   In der Abfallbehandlungsanlage der SITA Remediation GmbH an der Südstraße in Herne sollen in diesem Jahr 50 Tonnen PCB-haltigen Bauschutts aus dem Abbau des Kernkraftwerks Würgassen behandelt und gelagert werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Einen entsprechenden Antrag habe Eon ans zuständige NRW-Wirtschaftsministerium gestellt, teilt die Bezirksregierung Arnsberg mit. Das Ministerium müsse als zuständige Aufsichtsbehörde prüfen, ob die Radioaktivität so gering sei, „dass sie außer Acht gelassen werden kann“. In diesem Fall werde der Abfall aus der atomrechtlichen Überwachung entlassen.

Eine Hürde hat Eon bereits genommen: Die Bezirksregierung hat bestätigt, dass die Entsorgung des PCB-haltigen Bauschutts an der Südstraße zulässig ist. Sollte es nun auch vom Land grünes Licht geben, werde das Materialprüfungsamt NRW die Deponierung vor Ort überwachen und stichprobenartig eigene Messungen durchführen, so die Bezirksregierung. Und: Die thermische Behandlung des Bauschutts werde durch Arnsberg überwacht.

SITA ist bereits vor einer Woche in den Fokus gerückt: Die Verwaltung erklärte im Umweltausschuss, dass der Fachbereich Gesundheit eine erneute Umweltverträglichkeitsprüfung in Bezug auf die Gesamtanlage an der Südstraße fordere. Anlass war der Antrag des Unternehmens auf Lagerung kontaminierten Abfalls – offenbar aus Würgassen. Die Forderung der Stadt beziehe sich aber nicht auf diese Maßnahme, so hieß es, sondern auf die Tatsache, dass es bereits der achte Änderungsantrag für die Anlage Südstraße sei.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (15) Kommentar schreiben