Gewalt

Gewalt an Schulen: Piraten werfen der CDU Stimmungsmache vor

Die Herner Piraten gehen hart mit dem CDU-Vorschlag ins Gericht: (von links) Jürgen Hattendorf, Andreas Prennig, Lars Wind und Bernd Schroeder.

Die Herner Piraten gehen hart mit dem CDU-Vorschlag ins Gericht: (von links) Jürgen Hattendorf, Andreas Prennig, Lars Wind und Bernd Schroeder.

Foto: loc

Herne  Soll in Herne ein zentrales Register zur Erfassung von Gewalttaten an Schulen eingerichtet werden? Warum die Piraten diesen CDU-Vorstoß ablehnen.

Die Herner Piraten lehnen die von CDU-Chef Timon Radicke geforderte Erfassung von Gewalttaten an Schulen in einem zentralen Register ab und werfen der Union Stimmungsmache vor.

Der Zeitpunkt für einen solchen Vorstoß sei unpassender denn je. "In der vor Kurzem veröffentlichten Kriminalitätsstatistik zählte Herne zu einer der sichersten Städte überhaupt", erklärt die Piratenpartei. Mit ihrem Vorstoß schüre die CDU Ängste.

Kritik auch an der SPD

Die Piraten verharmlosten das Thema nicht, betont der Kreisverband. Jeder Vorfall müsse bewertet und auch bestraft werden. Ein zentrales Register sei jedoch der falsche Weg. "Wir glauben, dass es wirklich wichtigere Dinge gibt als zum Beispiel normale Auseinandersetzungen von siebenjährigen Kindern in einer Statistik zu erfassen." Der Vorschlag der CDU, Bildungssymposien zu diesem Komplex durchzuführen, sei dagegen zu begrüßen.

Fazit der Piraten: "Im anstehenden Kommunalwahlkampf setzen wohl beide große Parteien auf das Thema Sicherheit und damit auf ein Thema, bei dem Herne zum Glück aktuell wenig Probleme hat." In Zeiten wie diesen sei jedoch wichtig, sich auf Stärken zu konzentrieren und gemeinsam den Herausforderungen zu stellen.

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