Cranger Weihnachtszauber

Geisterbahn-Prügelei: Betreiber schildert andere Geschichte

In diesem Fahrgeschäft ist es zu der Prügelei gekommen.

In diesem Fahrgeschäft ist es zu der Prügelei gekommen.

Foto: Cranger Weihnachtszauber

Herne.   Auf dem Weihnachtszauber hat ein Vater einen Erschrecker verprügelt, weil er die Tochter verängstigt haben soll. Der Betreiber sieht das anders.

Nachdem ein Vater beim Cranger Weihnachtszauber auf der Geisterbahn "Daemonium" einen "lebendigen Geist" verprügelt hatte, schildert dessen Betreiber Martin Blume eine andere Version der Auseinandersetzung.

Zur Erinnerung: Die Polizei hatte gemeldet, dass ein Erschrecker einem achtjährigen Mädchen die Mütze vom Kopf gerissen hatte. Zuhause habe das Mädchen ihrem Vater unter Tränen von dem Vorfall erzählt. Dieser sei gemeinsam mit einem Verwandten zur Kirmes gelaufen und habe den Erschrecker zur Rede gestellt und geschlagen, so heißt es von der Polizei.

Betreiber: Mitarbeiter mit einem Messer verletzt

Der Geisterbahn-Betreiber will die Situation anders erlebt haben. So habe einer der Erschrecker an der Mütze des Mädchens gezupft, als es im Bereich des Ein- und Ausstiegs in der Gondel gesessen habe. Dabei habe der Akteur Augenkontakt mit dem Vater gehabt, der vor der Geisterbahn gestanden habe. Dieser hätte sich aufgeregt, weil er wohl geglaubt habe, dass man seiner Tochter die Mütze klauen will.

Gemeinsam mit einem anderen Mann habe er den Akteur und einen weiteren Mitarbeiter der Geisterbahn angegriffen und getreten und geschlagen. Einer seiner Mitarbeiter sei mit einem Messer im Gesicht verletzt worden. Blume: „Wir sind sehr entsetzt. Wir hatten in 26 Jahren Millionen Gäste, aber so einen Zwischenfall wegen so einer Lappalie hat es noch nie gegeben.“

Polizei bestätigt Messer-Fund

Die Polizei hat auf Nachfrage bestätigt, dass ein Messer vorgefunden worden sei, in der Anzeige gebe es allerdings keinen Hinweis darauf, dass es eingesetzt. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauerten an.

Von dem aktuellen Vorfall hat Schaustellerpräsident Albert Ritter noch nichts mitbekommen. Für ihn ist aber klar: „Alle die auf eine Geisterbahn gehen, müssen damit rechnen, dass sie sich erschrecken werden.“ Da sei es auch egal, ob das Plastikfiguren oder echte Menschen seien, sagt Ritter.

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