Ausstellung

Galerie Wurm zeigt Arbeiten von Karl-Heinz Langowski

Karl-Heinz Langowskis Objekte werden in natürlich belassenen kastenartigen Rahmen aus Holz präsentiert.

Foto: Jörg Schimmel

Karl-Heinz Langowskis Objekte werden in natürlich belassenen kastenartigen Rahmen aus Holz präsentiert. Foto: Jörg Schimmel

Die Galerie Wurm in Wanne-Eickel zeigt in der Ausstellung „Erdstrukturen“ Arbeiten des Gelsenkirchener Künstlers Karl-Heinz Langowski.

Mit der Ausstellung „Erdstrukturen“ stellt die Galerie Wurm neue Arbeiten des Gelsenkirchener Künstlers Karl-Heinz Langowski vor. Seine Objekte und Materialbilder verbinden collagenhaft Malerei, Zeichnungen und textile Materialien.

Karl-Heinz Langowski überzieht Quader und Würfel mit groben Leinenstoffen. Die Ecken und Kanten der geometrischen Grundformen sind immer leicht abrundet. Das verleiht seinen Werken einen eher natürlichen gewachsenen Eindruck. Die Flächen der Körper dienen ihm als Mal- und Zeichengrund. Da werden putzartige Strukturen aufgetragen, die den Stoff stellenweise völlig verdecken. Dann brechen diese Strukturen wieder auf und lassen die Strukturen der groben Leinwände durchscheinen. Farbige Flächen kontrastieren die steinartigen Formationen. Meist sind es Weiß- oder Brauntöne, selten tauchen Spuren von Rot oder Blau auf. Die Reduktion auf wenige Farben verleiht den Objekten den Eindruck von Natürlichkeit.

Ältere Arbeiten als Kontrast

Zu den farbigen Flächen treten Zeichnungen mit dunklen Linien. Sie deuten geometrische Formen wie Rechtecke oder Kreise an. Mal können sie auch die farbigen Flächen kontrastieren. Oder sie setzen gestische Kontraste. Langowskis Objekte sind ein dauerndes Wechselspiel zwischen verschiedenen künstlerischen Materialien und Techniken. „Für mich sind das alles Erdformationen“, beschreibt er selbst seine Arbeiten. Konsequent präsentiert er seine Objekte in natürlich belassenen kastenartigen Rahmen aus Holz. Das bringt Ruhe in die Ausstellung, zugleich wird die Plastizität seiner Arbeiten betont.

Als Kontrast zu den in diesem Jahr entstanden Objekten zeigt Karl-Heinz Langowski einige wenige ältere Arbeiten. In einem großen, ganz in Blautönen gehaltenen Bild von 1993 deutet sich der heutige Umgang mit seinen Materialien schon an. Eine Leinwand ist mit mehreren groben Stoffen überzogen, die sich zum Teil an den Rändern bewusst lösen. Dadurch bilden sich unterschiedliche Ebenen aus. Die Farbe unterstützt hier die dreidimensionale Wirkung. Es ist ein Weg vom Bild zum Bildobjekt, der dann weiter in den Raum führt.

Eine gelungene Präsentation, die den Galerieraum in eine ganz besondere Atmosphäre versetzt.

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