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Freifunk nimmt in Herne an Fahrt auf

Der komplette Bereich zwischen Kulturzentrum, Sparkasse, Rathaus und Polizeiwache soll ans Freifunk-Netz angeschlossen werden. Damit soll ein kostenloses und freies WLAN-Angebot geschaffen werden.

Der komplette Bereich zwischen Kulturzentrum, Sparkasse, Rathaus und Polizeiwache soll ans Freifunk-Netz angeschlossen werden. Damit soll ein kostenloses und freies WLAN-Angebot geschaffen werden.

Foto: www.blossey.eu

Herne.   Das Projekt Freifunk nimmt in Herne Fahrt auf: So ist geplant, auf der Fläche vom Kuz bis zum Rathaus ein freies WLAN-Netz zu knüpfen.

Das Projekt „Freifunk“ nimmt in Herne deutlich an Fahrt auf: Die Sparkasse will gemeinsam mit mehreren Partnern ein WLAN-Netz für freies und kostenloses Internet vom Kulturzentrum bis zum Rathaus spannen. Das hat der 2015 auf Initiative des SPD-Landtagsabgeordneten Alexander Vogt ins Leben gerufene Freifunk-Arbeitskreis verkündet, dem unter anderem Vertreter aller Parteien mit Ausnahme der AfD, Stadt, Sparkasse, Stadtwerke, Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Werbegemeinschaften angehören.

„Dieses Projekt soll auch Signalwirkung und Symbolcharakter haben“, sagt Andreas Prennig, Freifunk-Aktivist, Piraten-Ratsherr und Arbeitskreismitglied. Er setze darauf, dass über diese öffentlichkeitswirksame Maßnahme das Bürgernetz Freifunk bekannter werde und die Zahl der Unterstüt-
zer in Herne steige – egal ob nun durch Institutionen, Unternehmen, Händler oder Privatpersonen.

Die Herner Sparkasse muss nicht mehr überzeugt werde: „Wir begrüßen und unterstützen diese Aktion zur Förderung des nicht kommerziellen WLAN-Angebots in Herne“, sagt Sparkassen-Sprecher Jörg Velling. Die technisch-baulichen Vorbereitungen liefen bereits. An der nördlichen und an der südlichen Fassade soll jeweils eine Antenne installiert und das Gebäude mit den entsprechenden Technik ausgestattet werden. Um das WLAN-Netz möglichst leistungsfähig zu machen, soll es im Bereich Rathaus/Polizeiwache ebenfalls eine entsprechende technische Ausstattung geben.

Die Zahl der Herner und Wanne-Eickeler Freifunk-Knotenpunkte, über die man sich ins Internet einwählen kann, ist mit etwa 30 aktuell recht überschaubar. „Sie wächst aber ständig“, sagt Alexander Vogt. Das SPD-Bürgerbüro an der Bochumer Straße hat inzwischen ebenfalls durch einen eigenen Knotenpunkt das Netz erweitert.

Vereinsgründung steht bevor

Auch Landeseinrichtungen wie die Akademie Mont-Cenis bieten den Online-Zugang. Wie berichtet, hatten SPD, Grüne und Piraten 2015 im Landtag die Unterstützung des Freifunks beschlossen.

Das lokale Freifunk-Netz ist inzwischen technisch aufgerüstet worden: Die Initiative verfügt für Herne neuerdings über eine so genannte eigene Domäne. „Diese garantiert zusätzliche Stabilität und Geschwindigkeit“, sagt Prennig.

Und auch organisatorisch stehen Veränderungen an: Der Arbeitskreis kündigt an, dass vor allem aus rechtlichen Gründen schon bald ein eingetragener Freifunk-Verein in Herne gegründet werden soll.

Freie Nutzung ohne Registrierung

Über Freifunk wird ein freies Datennetz mit WLAN-Geräten, den so genannten Knoten, aufgebaut. Die Nutzung ist frei, es gibt weder Registrierung noch Erfassung.

Jeder kann sich an diesem Netz beteiligen bzw. es erweitern, ohne rechtliche Folgen befürchten zu müssen (Stichwort: Störerhaftung). Weitere Infos unter: www.freifunk-herne.de

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