Freiwillige

Ewelina (20) freut sich auf ihr Freiwilligen-Jahr in der MOB

Ewelina Kudla ist FSJlerin in der Martin-Opitz-Bibliothek.

Ewelina Kudla ist FSJlerin in der Martin-Opitz-Bibliothek.

Foto: Ralph Bodemer

Herne.   Die 20-jährige gebürtige Polin aus Oer-Erkenschwick will in der Martin-Opitz-Bibliothek mit Jugendlichen eine Postkartenausstellung realisieren.

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„Mein Name ist Ewelina Kudla, ich bin 20 Jahre alt und seit dem 1. September als freiwillige Mitarbeiterin bei der Martin-Opitz-Bibliothek im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahrs Kultur überwiegend in der Öffentlichkeitsarbeit tätig." Mit diesen Worten präsentiert sich die gebürtige Polin Ewelina auf der Internetseite der Bibliothek. Und ist damit quasi schon mittendrin in einem ihrer Hauptprojekte, denn zur Öffentlichkeitsarbeit zählt unter anderem auch die Pflege der Homepage.

Ewelinas Aufgabenfeld ist sehr vielfältig. Sie erledige die PR-Arbeit, arbeite bei der Organisation von Veranstaltungen mit, nehme Kontakt mit Partnerinstitutionen auf und lerne verschiedene Aufgabenbereiche kennen, erklärt die FSJlerin. Dazu zählen Katalogisierung, Buchbindertätigkeiten, Verwaltungsaufgaben, Dienst im Magazin und im Lesesaal und vieles mehr.

Die Sammelgebiete der Martin-Opitz-Bibliothek decken den gesamten Raum Ostmittel-, Ost- und Südeuropas ab. Schwerpunkt der Sammlungen sind die Regionen im heutigen Westen Polens, dem ehemaligen Ostpreußen und Schlesien. Daher war das Beherrschen der polnischen Sprache eine Grundvoraussetzung. „Frau Kudla ist ein Sprachtalent“, lobt Arkadiusz Danszczyk, der stellvertretende Direktor der Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek. „Sie spricht hervorragend Deutsch.“ Er wird die erste FSJlerin des Hauses betreuen und direkt mit ihr zusammenarbeiten. „Frau Kudla wird hier als Kollegin mithelfen und viel Verantwortung übernehmen.“ Dazu gehöre auch die Übersetzung der deutschen Website ins Polnische.

Im Laufe ihres FSJ wird Ewelina Kudla auch zwei komplett eigenständige Projekte vorbereiten und realisieren. In ihrem ersten Projekt erstellt sie eine Videoanleitung zur Benutzung der digitalen Nachweisinstrumente der Bibliothek. Für das zweite Projekt organisiert Ewelina zusammen mit Geschichte-Leistungskurs-Schülern eine Ausstellung. „Wir möchten alte Postkarten aus Schlesien und Ostpreußen sammeln, deren zentrales Thema bildliche Erinnerungsstücke der Menschen aus den ehemaligen Ostgebieten sind“, erklärt die junge Frau. Die Jugend soll ganz bewusst mit einbezogen werden, das sei ihr gerade im Zuge der Globalisierung sehr wichtig. „Ich finde es interessant zu sehen, wie die Jugendlichen aus der dritten Generation zu ihrer Herkunft stehen“, sagt Ewelina Kudla.

Hierzu wird sie Postkarten sammeln und mit einem speziellen Scanner archivieren und diese im Rahmen einer Ausstellung sowie auf der Webseite der MOB präsentieren. Die Postkarten sind nur eine Leihgabe, die Besitzer erhalten sie nach der Bearbeitung zurück.

Traum vom Bibliotheksjob

Während die junge Frau berichtet, glänzen die Augen vor Vorfreude. Es war ihr ein großer Herzenswunsch, in einer Bibliothek zu arbeiten, und sie träumt von einer Ausbildung als Fachangestellte für Medien und Informationsdienste.

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