Europaplatz

Europaplatz in Herner Innenstadt: Stadt schließt Arbeiten ab

Herne.  Die Stadt hat ihre Arbeiten zur Umgestaltung des Europaplatzes in der Herner Innenstadt abgeschlossen. Das Gesamtbild ist noch nicht komplett.

Die Stadt hat ihre Arbeiten am Europaplatz in der Herner Innenstadt beendet - die Feststellung mag im ersten Moment überraschend wirken, wenn man auf dem Platz steht: Auf der einen Seite räumt ein Bagger deutlich hörbar letzte Gesteinsbrocken des Adler-Gebäudes weg, auf der anderen stapelt sich noch jede Menge Baumaterial vor dem zukünftigen Ludwig-Steil-Forum. Doch der städtische Beitrag zur Umgestaltung des Platzes ist abgeschlossen.

Der besteht unter anderem in einer einheitlichen hellen Pflasterung, das zudem die Fähigkeit hat, Stickoxide aus der Luft abzubauen - weshalb es umso ärgerlicher ist, dass die Pflasterung schon von vielen Kaugummis „verziert“ wird. Mit der Pflasterung wurden auch alle Stufen und Absätze entfernt, um eine Barrierefreiheit zu erreichen. Für seheingeschränkte Menschen gibt es ein Leitsystem. Neben Spiel- und Aufenthaltsbereichen gibt es Rundbänke an den neu gepflanzten Bäumen.

OB: Der Platz wird grüner als vorher

Das Thema Bäume hatte im Laufe der Planungen die Gemüter erhitzt, als bekannt geworden war, dass eine Reihe von ihnen der Neugestaltung weichen müssen. Oberbürgermeister Frank Dudda ging am Mittwoch bei der Präsentation des Umbaus auf dieses Thema ein. Er erinnerte daran, dass die Bürger bei den Planungen einbezogen worden seien und es große Zustimmung für die Pläne gegeben habe. Im weiteren Verlauf habe sich aber herausgestellt, dass einige Bäume gefällt werden müssen. Dudda: „Dies war für uns Handlungsauftrag, den Platz in höherem Umfang zu begrünen, als vor dem Umbau. Und es wird grüner.“ Dafür habe die Stadt beispielsweise die zunächst eingesetzten Bäume gegen größere Exemplare ausgewechselt.

Dudda verwies auch auf die Partner: Das LWL-Museum hat bereits Bäume gepflanzt, wenn der Europagarten an Stelle des Adler-Gebäudes steht, werden weitere hinzukommen, eine Bepflanzung rund um das Ludwig-Steil-Forum folge im Herbst. Das neue Gemeindehaus der Kreuzkirchen-Gemeinde erhält möglicherweise eine Dachbegrünung, sagte Pfarrerin Melanie Jansen.

Umgestaltung strahlt bis zur Bochumer Straße aus

Die Partner spielten bei der Umgestaltung eine wichtige Rolle. Stadt, Kirchengemeinde, Museum und die Engler-Gruppe, die den Europagarten baut, haben ihre Planungen eng miteinander abgestimmt. Landauf, landab werde nach den angekündigten Schließungen von Karstadt und Kaufhof darüber diskutiert, wie Innenstädte lebendig bleiben können, so der Oberbürgermeister. Dies könne nur mit einem Gesamtkonzept gelingen. Reparaturarbeiten an einer Stelle würden nicht weiterführen. Herne verfolge dieses Gesamtkonzept. Dudda verwies in diesem Zusammenhang auf die Neuen Höfe. Diese erhalten in der kommenden Woche die charakteristischen Lamellen. Dudda deutete an, dass es aus anderen Städten Interesse an der Herner Entwicklung gebe.

Mit der Umgestaltung des Europaplatzes erhalte die Stadt endlich ein echtes Eingangstor, die Entwicklung strahle auch auf die andere Straßenseite aus. So wird die Wohnungsgenossenschaft Herne-Süd ihren Wohnblock sanieren, auch bei der Bebauung an der anderen Ecke von Sodinger Straße/Bochumer Straße könnte sich was tun. Um das Umfeld weiter aufzupolieren, habe die Stadt Kontakt mit dem Eigentümer von mehreren Häusern an der Sodinger Straße aufgenommen und angeboten, Graffiti zu entfernen.

Zurück zum neuen Gemeindehaus und zum Europagarten: Der Spatenstich für letzteren soll im Herbst erfolgen, die Kreuzkirchengemeinde hofft, im September ins neue Ludwig-Steil-Forum einziehen zu können, die Gemeindearbeit könne dann nach den Herbstferien starten.

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