Dialogreise

Europa-Aktion: Zunehmender Nationalismus treibt Bürger um

Knapp 20 Bürger folgten am Samstagnachmittag der Einladung der Berliner Denkfabrik „Das Progressive Zentrum“ in die Akademie Mont-Cenis.

Knapp 20 Bürger folgten am Samstagnachmittag der Einladung der Berliner Denkfabrik „Das Progressive Zentrum“ in die Akademie Mont-Cenis.

Foto: Klaus Pollkläsener

herne.   Wie hältst Du es mit Europa? Bürger konnten in der Akademie Mont-Cenis ihre Meinung zur EU einbringen. Was hinter der Aktion steckt.

Darin waren sich alle einig: „Die EU ist durch nationalistische Gedanken bedroht“. Und auch diese Aussage fand durchweg Zustimmung: „Ich profitiere von Europa“. Zu diesen Thesen und zu anderen Europa-Themen konnten Bürger am Samstag in der Akademie Mont-Cenis Stellung beziehen. Die Aktion „Europa hört – eine Dialogreise“ hatte im Bürgersaal Station gemacht.

Zehn deutsche Städte und Dörfer steuert der sich selbst als Denkfabrik bezeichnende Berliner Verein „Das Progressive Zentrum“ derzeit an. „Wir wollen Menschen zu Wort kommen lassen und das Bewusstsein für Europa schärfen“, sagte Projektassistentin Nicolina Kirby. Herne war die vierte Station; als Kooperationspartner konnte die überparteiliche Europa-Union gewonnen werden.

Pro-europäisch, aber kritisch

Und wer wollte Europa bisher die Meinung sagen? „Pro-europäische, aber kritische Bürger“, so Kirby. Und: Vor allem Menschen zwischen 40 und 70 Jahren träten mit ihnen in den Dialog. Am Samstagnachmittag hielt sich die Resonanz in Grenzen: Knapp 20 Bürger fanden den Weg in die Akademie, um sich an mehreren Stationen in Wort und Schrift sowie durch das Kleben von Punkten einzubringen.

Zum Beispiel: Rita Kerski (67). „Ich interessiere mich brennend für Europa“, sagte die Sozialdemokratin, die auch Mitglied der Europa-Union ist. Ihre größte Sorge: „Es gibt viele Störfaktoren, die Europa auseinanderbringen wollen.“

Die Meinung von Rita Kerski und allen anderen Teilnehmern soll in einen Abschlussfilm und eine schriftliche Dokumentation einfließen. Die Dialogreise wird gefördert durch die Bundeszentrale für Politische Bildung. In welcher Höhe, das konnte Nicolina Kirby am Samstag auf Anfrage nicht konkret sagen.

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