Wohnungsmarkt

Es gibt wieder Bauland in Herne

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Herne.   In Herne und Wanne-Eickel wird wieder gebaut. 34 Flächen sind in der Entwicklung, auf insgesamt 26 Hektar wird Platz geschaffen für knapp 630 Häuser und Wohnungen. Die ersten 120 Bauplätze sind bereits in der Vermarktung.

Peter Wixforth, Chef im Stadtplanungsamt, spricht gegenüber der WAZ von einer „Erfolgsgeschichte“, die vor einem Jahr ihren Anfang nahm. Gemeint ist: das Wohnbauflächen-Programm.

Das ist ein Verwaltungskatalog, der alle Flächen auflistet, die kurz-, mittel- oder langfristig in Bauland umgewandelt werden sollen. Bevor dieses Paket vom Rat verabschiedet wurde, gab es in Herne „fünf Jahre lang keine Baugebiete“, sagt Wixforth. Die gebe es nun und mehr noch: Nach und nach kämen weitere hinzu. In Zeiten sinkender Bevölkerungszahlen sei das Wohnbauflächen-Programm eine Chance, um Herner in der Stadt zu halten und neue Einwohner zu gewinnen. Zwischenbilanz: „In einem Jahr haben wir viel erreicht.“ Und: „Wir sind gut aufgestellt.“

Wixforth spricht dabei auch von einer „neuen Kultur des Umgangs“. Das Rathaus bringe nicht nur die Baugebiete auf den Weg, sondern sei immer mehr auch Ansprechpartner für Häuslebauer, die Flächen suchten, oder für Private, die Flächen abgeben wollten. So gebe es nun montags eine Bauberatung für Interessierte, auch telefonisch nehme der Kontakt zu. Diese Zusammenarbeit funktioniere gut. So gut, fügt er an, dass die Verwaltung in Kürze auch eine Baubroschüre herausgeben will – mit Porträts der einzelnen Flächen, aber auch mit Ansprechpartnern und einem Ratgeberteil.

Ziel der Stadt sei es, mit dem Wohnbauflächen-Programm eine gute Mischung aus Arealen für Ein- und Zweifamilienhäuser, aber auch für den Geschosswohnungsbau hinzubekommen. Gerade auch beim Eigentum, seien es Eigenheime oder Eigentumswohnungen, gebe es in dieser Stadt Nachholbedarf, erinnert Wixforth. Außerdem müssten Baugebiete in allen Bezirken angeboten werden, seien die Menschen doch nicht nur in ihrer Stadt verwurzelt, sondern auch in ihrem Stadtteil. Nicht zuletzt müsse Wohnraum für alle Preissegmente angeboten werden. Was diese Ziele angehe, sei man auf einem guten Weg.

Und wo es gerade richtig brumme? An der Gartenstraße in Holsterhausen etwa, sagt Wixforth. Zwölf von 14 Baugrundstücken seien schon weg. Wenn sie alle verkauft seien, passiere erstmals das: Eine Fläche werde aus dem Katalog herausgenommen – weil sie erfolgreich vermarktet wurde.

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