Müllabfuhr

Entsorgung Herne dreht 2017 erneut an der Gebührenschraube

Foto: offmann

herne.  Bürger werden 2017 stärker als bisher für Müllabfuhr und Straßenreinigung zur Kasse gebeten: Die Stadt kündigt eine „moderate“ Erhöhung an.

Alle Jahre wieder . . . dreht Entsorgung Herne mit Verweis auf die Kostenentwicklung an der Gebührenschraube. So auch 2017: Müllabfuhr, Straßenreinigung und Winterdienst werden teurer.

Von einer „moderaten Steigerung“ spricht Entsorgung-Herne-Chef Horst Tschöke. Im Gegenzug will die Stadttochter jedoch den Service und die Sauberkeit erhöhen, und zwar unter anderem durch neues Personal für die Kontrolle von Containerstandorten und den Kauf einer Elektro-Kehrmaschine für die Innenstädte.

„CityCat“ kostet 350 000 Euro

Und das kommt auf die Bürger im kommenden Jahr zu: Die Kosten für die Restmüllabfuhr steigen um 2,3 Prozent. Im Falle einer wöchentlichen Leerung einer 80-Liter-Restmülltonne entspricht das beispielsweise einer Gebührenerhöhung von 227,17 auf 232,48 Euro. Um drei Prozent erhöht sich die Gebühr für die 14tägliche Leerung der 80-Liter-Biotonne (von 28,19 auf 29,05 Euro).

Stärker zur Kasse bittet Entsorgung Herne bei der Straßenreinigung: Um 7,47 Prozent steigen die Kosten – konkret von 3,86 auf 4,17 Euro je Meter der Grundstücksseite bei wöchentlicher Reinigung. Beim Winterdienst gibt es einen Aufschlag von 3,79 Prozent.

Drei zusätzliche Stellen will Entsorgung Herne schaffen

Die Kostensteigerungen führt Entsorgung Herne nicht nur auf die (jährlich zu Buche schlagenden) Tariferhöhungen zurück, sondern auch auf einige Sonderfaktoren. „Wir werden drei zusätzliche Stellen einrichten“, kündigt Tschöke an. Die neuen Mitarbeiter sollen im Bereich Müllentsorgung unter anderem Präsenz an Containerstandort zeigen und Kontrollen durchführen. Zur Überführung von Müllsündern werde man aber auch in Zukunft hin und wieder auf die Dienste von Privatdetektiven (wir berichteten) zurückgreifen.

Auch den in die Gebührenrechnung einfließenden Bau eines neues Wertstoffhofes führt Horst Tschöke als Kostenfaktor an. „Eine neue Anlage kostet nun mal mehr Geld, erhöht aber auch den Service und die Bürgerfreundlichkeit.“ Der neue Wertstoffhof werde Maßstäbe setzen: „Das ist ein Quantensprung.“

Elektrische Kehrmaschine soll in Herne und Wanne zum Einsatz kommen

Noch mehr ins Schwärmen gerät er, wenn er auf den Kauf einer „vollelektrischen Kleinkehrmaschine“ für die Innenstädte in Herne und Wanne zu sprechen kommt. „Von dieser Maschine gibt es weltweit erst rund zehn Exemplare“, so Tschöke.

Die batteriebetriebene und mit Knicklenkung ausgestattete „Stadt-Katze“ der Firma Bucher - voller Name: „CityCat 2020eV“ - soll anders als bisher eine Reinigung der Fußgängerzonen zu Geschäftszeiten, also auch nach 10 Uhr ermöglichen. 350 000 Euro muss Entsorgung Herne beziehungsweise der Gebebührenzahler für diese Innovation aufbringen.

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