Entschädigungen für neue Gasleitung

Der Bau der neuen Erdgasleitung zum Herner Steag-Kraftwerk konkretisiert sich zunehmend. Der Landwirtschaftliche Kreisverband Recklinghausen hat sich jetzt gemeinsam mit dem Unternehmen Thyssengas auf einen Rahmenvertrag über die Bauweise und Entschädigung für eine Erdgastransportleitung zwischen Datteln und Herne verständigt.

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Der Bau der neuen Erdgasleitung zum Herner Steag-Kraftwerk konkretisiert sich zunehmend. Der Landwirtschaftliche Kreisverband Recklinghausen hat sich jetzt gemeinsam mit dem Unternehmen Thyssengas auf einen Rahmenvertrag über die Bauweise und Entschädigung für eine Erdgastransportleitung zwischen Datteln und Herne verständigt.

Kraft-Wärme-Kopplung

Die Steag plant bekanntlich, am Kraftwerksstandort in Herne ein gasbefeuertes Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung zu errichten. Die Inbetriebnahme ist für 2021 geplant. Der Block 3 des Steag-Kraftwerks in Baukau mit einer Leistung von 310 Megawatt wurde Ende Juni stillgelegt. Der Kraftwerksstandort Herne wird aber weiterhin mit dem Block Herne 4 (500 MW elektrisch und 550 MW thermisch) betrieben.

Für den neuen mit umweltfreundlichem Gas betriebenen Block soll auf einer Länge von 22 Kilometern zwischen Datteln und Herne (über Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und Herten) eine Erdgastransportleitung errichtet werden. Von dem beabsichtigten Leitungsverlauf werden vor allem landwirtschaftliche Flächen berührt. Vor diesem Hintergrund trafen sich jetzt Grundstückseigentümer bzw. Pächter mit Verantwortlichen der Thyssengas, um gemeinsam nach landwirtschaftsverträglichen Lösungsansätzen zu suchen. Im Fokus der Verhandlungen standen insbesondere Fragen zum Bodenschutz und zu Methoden, um den Verlust landwirtschaftlicher Flächen zu vermeiden, heißt es in einer Mitteilung.

„Beim Bau der Erdgasleitung ist uns besonders an einer landwirtschaftsverträglichen Verlegung der Leitung und Gestaltung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gelegen. Gemeinsam müssen wir den verträglichsten Weg für Mensch und Natur finden“, sagte Friedrich Steinmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes. „Fachleute für Naturschutz, Forsten und Landwirtschaft sind sowohl in die Planung, den Bau als auch in der späteren Betriebsphase eng eingebunden“, so Thyssengas-Chef Bernd Dahmen. „Unser Ziel ist es stets, Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten“, so Dahmen weiter.

Inbetriebnahme 2021

Nach der Fertigstellung der Gasleitung (Bauphase ab 2019) voraussichtlich 2021 sollen die bean-spruchten Flächen rekultiviert und renaturiert werden. Dabei will Thyssengas unter anderem drei Jahre lang die Kosten für die Aussaat einer tiefwurzelnden Zwischenfrucht übernehmen, um die Bodenstabilität wieder herzustellen.

Ferner verständigten sich Landwirte und Thyssengas darauf, dass das Leitungsrohr 1,20 Meter tief verlegt wird. Landwirte und Thyssengas einigten sich nicht nur auf eine landwirtschaftsverträgliche Verlegung der Gasleitung und auf Kompensationsmaßnahmen, sondern auch auf eine Regelung über Entschädigungszahlungen für die Bauern.

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