Komödie

„Eine Woche ohne Erika“: Komödie mit Herz im Volkshaus

Eine Szene aus der Komödie „Eine Woche ohne Erika“ im Volkshaus.

Eine Szene aus der Komödie „Eine Woche ohne Erika“ im Volkshaus.

Foto: Rainer Raffalski

Herne.   Das amüsante Stück hatte am Samstag in Röhlinghausen Premiere. Schauplatz sind zwei benachbarte Gärten. Am Ende fallen sogar Schüsse.

Heinz Hinzmanns Ehefrau ist eine Woche im Urlaub und der Rentner freut sich auf eine entspannte Zeit mit Lieblingsroman und Pizza. Doch dieser Plan geht nicht auf. Was stattdessen in den Gärten von Heinz und seinem Nachbarn passiert, davon handelt die Komödie „Eine Woche ohne Erika“, die am Samstag im Volkshaus Röhlinghausen Premiere hatte. Sie ist die diesjährige Inszenierung des Theaters im Volkshaus (TiV), das ein Jahr lang das Stück einstudiert hat.

Schauplatz sind zwei Gärten

Das Stück spielt sich in zwei benachbarten Gärten ab. Auf der linken Seite möchte Heinz in seiner Hollywoodschaukel faulenzen, obwohl er von seiner Frau diverse Aufgaben bekommen hat. Auf der Terrasse nebenan versucht der Autor Bruno Hülsentreter seine Schreibblockade zu überwinden. Im szenischen Wechsel wird gezeigt, wie die Pläne der beiden Männer nicht ganz aufgehen.

Heinz bekommt ständig Besuch von Leonora, einer Freundin seiner Frau, die kontrolliert, ob er schon die Hecke geschnitten oder den Rasen gemäht hat. Bruno dagegen hat Probleme mit seiner Verlegerin, die nicht damit einverstanden ist, dass der Schriftsteller die Protagonisten seiner Romanreihe sterben lassen möchte. Als Heinz das Gespräch mitbekommt, denkt er, es gehe um einen realen Mord. So entsteht ein Missverständnis, in das sich die Figuren immer weiter verstricken, bis am Ende die Polizei involviert ist und Schüsse fallen.

Inszenierung mit vielen Klischees

Die Inszenierung spielt dabei viel mit Klischees. Rentner Heinz bestellt lieber Pizza als den vorgekochten Bohneneintopf seiner Frau zu essen und Bruno braucht für seine Kreativität eine Flasche Champagner. Dabei wirkten die Schauspieler sehr authentisch in den jeweiligen Rollen, wodurch das Publikum oft zum Lachen gebracht wurde.

Durch die beiden parallel erzählten Geschehnisse in den beiden Gärten hatte das Stück auch ohne eine Veränderung des Bühnenbildes eine gute Dynamik. Dies ließ die 90 Minuten Spielzeit schnell vergehen. Vereinzelte kleine Patzer überspielten die Schauspieler improvisatorisch. Insgesamt entließen die Darsteller ihre Besucher mit einem Lächeln in den restlichen Samstagabend. So auch Tanja Arndt-Wustmann aus Herne: „Ich fand es wirklich amüsant. Der Humor kam von Herzen, das fehlt mir manchmal bei Theaterstücken.“

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