Jubilare

Ein großer Fan des FC Schalke 04 wird heute 104 Jahre alt

Alma Suska feiert ihren 104. Geburtstag.

Alma Suska feiert ihren 104. Geburtstag.

Foto: Sabrina Didschuneit

Herne.   Alma Suska ist eine der ältesten Bürgerinnen der Stadt und hat ein bewegtes Leben hinter sich. Sie wird heute 104 Jahre alt.

„Ich glaube es kaum“, sagt Alma Suska. 104 Jahre alt wird sie am heutigen Montag. So ein langes Leben geschenkt zu bekommen, damit hat sie nicht gerechnet. Bis vor einem Jahr wohnte sie noch in ihrer Wohnung in Eickel, erledigte das meiste selbst: Doch seit einem Sturz lebt sie im Altenheim, zuerst in Wanne, jetzt im Grete-Fährmann-Seniorenzentrum.

Als Köchin im Parkhotel gearbeitet

„Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagt das Geburtstagskind.“ Das Programm sei abwechslungsreich, vor allem aber: „Das Personal ist spitze. Ich habe gar nicht gewusst, dass junge Leute so nett sind. Man ist fasziniert.“ Junge Leute, das ist aus der Perspektive einer 104-Jährigen natürlich ein ganz breites Spektrum. Alma Suska passt es zudem ganz gut, dass sie bei der Arbeiterwohlfahrt einquartiert ist: „Ich bin schließlich seit 43 Jahren Mitglied der Awo. Und nicht nur das: Die Jubilarin ist auch Ehrenmitglied des FC Schalke 04. Nicht etwa, weil sie in Gelsenkirchen geboren ist oder erst gerade, weil sie jetzt ja eine 04-erin ist. Nein, sagt sie: „Ich habe schon als Kind Fußball gespielt, mit Robert Heitkamp, dem Unternehmer. Über Heitkamp ist bei ihr das Blau-Weißes-Fieber entfacht worden, ein Fieber, dass manchmal nicht einfach ist, auf Temperatur zu halten. Doch Alma Suska sagt: „Ich liebe sie auch, wenn sie verlieren.“ Die Ehrenmitgliedschaft bekam sie irgendwann zum Geburtstag geschenkt.

Alma Suska hat viel zu erzählen aus ihrem langem Leben. Wie sie als junge Frau und gelernte Köchin im Rheinschlösschen in Uerdingen arbeitete, aber auch im Parkhotel in Herne und im Wanner Bahnhof: „Ein Zeit lang war ich auch bei Direktor Lenz als Köchin beschäftigt, dem Direktor der Zeche Shamrock.“Eine Zäsur stellte für sie, wie für so viele Menschen der damaligen Zeit, der Zweite Weltkrieg da. Sie wurde ins Erzgebirge evakuiert, wo sie 13 Jahre blieb und zwei Töchter gebar, wovon eine bereits im Alter von drei Jahren verstarb.

Ihr erster Mann kam im Krieg um, ihr zweiter arbeitete als Bauleiter bei Heitkamp: „Das habe ich damals vermittelt. Mein Mann suchte Arbeit, und ich schrieb einen Brief an Robert Heitkamp, den kannte ich ja aus Kindheitstagen.“

Als eine der ältesten Bürgerinnen der Stadt erwartet Alma Suska heute den Bürgermeister und ist gespannt, was sie zum Geburtstag geschenkt bekommt. „Zum 100sten hat mir meine Enkelin eine Fahrt in einem alten Rolls-Royce geschenkt. Mit dem wurde ich wie die Königin von England durch Eickel chauffiert. Das war was!“

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