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Eine Ausbildung, die Malvina Witzki einen Preis einbrachte

Malvina Witzki im Büro der elterlichen Werbetechnik. Hier am Schreibtisch verbringt die 28-Jährige einen Teil ihres Arbeitstages.

Foto: Ralph Bodemer

Malvina Witzki im Büro der elterlichen Werbetechnik. Hier am Schreibtisch verbringt die 28-Jährige einen Teil ihres Arbeitstages. Foto: Ralph Bodemer

Herne.   Malvina Witzki ist Auszubildende in der Werbetechnik. Sie hat ihren Beruf in einem Wettbewerb vorgestellt und den zweiten Preis gewonnen.

Malvina Witzki sitzt an ihrem Schreibtisch beim Werbetechnik-Unternehmen „GC Werbetechnik“. Die Auszubildende im letzten Lehrjahr kümmert sich um Auftragsanfragen, Preiskalkulationen und Außenarbeiten am Bau. Doch wie genau sieht der Alltag der 28-Jährigen als Auszubildende im Büromanagement im handwerklichen Betrieb aus? Um das zu erklären, drehte sie ein Video und gewann damit den zweiten Platz beim Wettbewerb „Mein Job ist mein Ding“ der Handwerkskammer Dortmund.

90 Sekunden lang durfte der Beitrag sein. Er sollte einen typischen Arbeitstag im handwerklichen Betrieb zeigen und einen Einblick in die Arbeitswelt geben. „Ich habe mich sofort von der Ausschreibung angesprochen gefühlt, weil ich meinen Beruf liebe und das auch gerne zeige“, sagt Malvina Witzki.

Zuerst ein Lehramtsstudium

Bis die Wanne-Eicklerin zu dieser Annahme kam, hat es aber einige Jahre gedauert. Nach dem Abitur studierte Malvina Witzki Lehramt und wollte Lehrerin werden. „Zwar habe ich damals auch immer schon in der Werbetechnik bei meinen Eltern gejobbt, aber mir war nicht klar, dass dies später auch mal ein Beruf für mich sein kann.“

Sie habe die Firma ihres Vater niemals als Chance gesehen. Diese kam allerdings, als Malvina Witzki ins Referendariat wechselte und plötzlich das im Studium erlernte in die Praxis umsetzen musste: „Das war etwas völlig anderes. Und ich habe gemerkt, dass es mir nicht liegt, vor einer Klasse zu stehen.“

Nach ihrer Entscheidung, den Lehrerberuf an den Nagel zu hängen, suchte die Wanne-Eicklerin eine Alternative. „Ich war immer hier in der Firma und kam plötzlich auf die Idee, mit einzusteigen.“ Also begann sie eine Ausbildung im Bereich Büromanagement.

Ein abwechslungsreicher Beruf

„Ich habe die Arbeit plötzlich anders gesehen als zu meiner Schulzeit“, berichtet Witzki. „Es ist sowohl ein Handwerksberuf, der auch auf Baustellen ausgeübt wird, gleichzeitig hat man einen kreativen Bereich.“ Diese Abwechslung sei ihr wichtig: „In anderen Berufen hatte ich immer das Gefühl, dass der Arbeitstag nicht rumgeht. Aber hier schaue ich nicht einmal auf die Uhr. Und Überstunden mache ich auch gerne.“

Witzki arbeitet eng mit den Kunden zusammen. Wer beispielsweise ein Werbeschild in Auftrag gibt, macht einen Termin vor Ort. Hier schaut sich Witzki die Gegebenheiten an und führt erste Messungen durch. Die Werbung wird dann am PC entworfen und geplant. Dann wird sie in der eigenen Produktion hergestellt und später vor Ort aufgestellt. „Es ist schön, durch die Straßen zu gehen und die eigenen Arbeiten zu sehen“, sagt die 28-Jährige.

Im November beendet Malvina Witzki die Ausbildung. Und die Zukunft stellt sie sich durchaus im gemeinsamen Werbebetrieb mit ihren Eltern vor.

>>> DIE FIRMA „GC WERBETECHNIK“

Die Firma „GC Werbetechnik“ hat ihren Sitz in Wattenscheid und besteht seit 1983.Großkunden sind unter anderem die Bogestra, Ele und die Zoom Erlebniswelt. Für den zweiten Platz beim Video-Wettbewerb der Handwerkskammer Dortmund bekam Witzki ein neues Smartphone und 1000 Euro.

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