Konzert

Don Alder aus Kanada berührt in der Akademie mit Balladen

Don Alder in der Akademie Mont-Cenis

Foto: Joachim Haenisch

Don Alder in der Akademie Mont-Cenis Foto: Joachim Haenisch

Herne.   Der Gitarrist, Sänger und Songwriter gab in Herne-Sodingen ein intimes Konzert. Don Alder beherrscht die ruhigen Töne wie den rockigen Beat.

Der für den kanadischen Folk Award nominierte Gitarrist, Songwriter und Sänger Don Alder gastierte am Montag in der Akademie Mont-Cenis.

Es herrscht eine intime Atmosphäre unter der Glaskuppel, wo Don Alder ganz locker vom Hocker mit seinen Zuhörern plaudert; seine sehr persönlichen Songs und Balladen wirken oft wie musikalische Gespräche, Kommentare oder Aphorismen. „Zeit ist ein Thema, das mich immer fasziniert hat“, erzählt er über „He said, she said.“ Und singt über die unterschiedliche Bedeutung der Zeit für die Geschlechter.

In einer sehr melodiösen Klangsprache entfaltet der Meister der Gitarre einen Song ohne Worte, ein musikalisches Zwiegespräch zwischen zwei „Stimmen“ seiner Gitarre.

Seltene Harfengitarre verleiht Songs besonderen Klang

Eine melancholische Ballade ist auch sein Song „Man from Lady Lane“, die durch seine Harfengitarre, ein kaum noch gespieltes Instrument, eine sehr volltönende Klangnote erhält. Eine andere Gitarre nimmt Don Alder zur Hand für das Liebeslied „Haunting Me“; über die Tochter eines Kollegen, die er sehr mochte, singt er in „Marshal’s Lenai“. Als Meister der leisen Töne, der das Unausgesprochene und vielleicht auch Unaussprechliche erfahrbar macht, zeigt sich Don Alder in der nostalgischen Ballade „Precious Moments“, die mit ihrem intimen Zauber zutiefst berührt.

Aber auch den rockigen Beat hat der kanadische Barde in seinem Repertoire, wie er in den prägnanten Rhythmen seines rebellischen Songs „Armed and dangerous“ beweist. Seine Gitarren spielt er nicht nur, sondern er zupft und schlägt die Instrumente auch, in virtuosem Wechsel der Spieltechnik.

Viele externe Zuschauer gehören zum Stammpublikum

Zum zweiten Mal hat Martin Wirsdörfer, der die Konzerte in der Akademie betreut, den Kanadier eingeladen. Und freut sich, dass außer den Akademiegästen auch viele Herner, die inzwischen zum Stammpublikum zählen, den Weg in die Akademie gefunden haben.

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