Tischfußball

Die Tipp-Kick-Szene blickt auf Herne und den TKC Phoenix

An zwölf Tischen spielten die Tipp-Kick-Anhänger im Sportjugendhaus den Sieger des 3. Ruhrpott-Cups aus. Getippkickt wird auf Billardfilz und mit Spezialfiguren, die im Fachhandel erhältlich sind. Foto:Michael Korte

An zwölf Tischen spielten die Tipp-Kick-Anhänger im Sportjugendhaus den Sieger des 3. Ruhrpott-Cups aus. Getippkickt wird auf Billardfilz und mit Spezialfiguren, die im Fachhandel erhältlich sind. Foto:Michael Korte

Herne.   Sogar aus Karlsruhe war ein Tipp-Kick-Fan zum Ruhrpott-Cup des TKC Phoenix angereist. Der 2015 gegründete Verein erlebte bisher Höhen und Tiefen.

Klar: Herne ist nicht der Nabel der Fußballwelt – auch wenn Westfalia in der Oberliga nach dem dritten Spieltag einen beachtlichen zweiten Platz belegt. Doch zumindest in der Tipp-Kick-Szene hat Herne jetzt für einen Tag im Fokus gestanden: Der erst 2015 gegründete TKC Phoenix Herne richtete im Sportjugendhaus am Westring in Baukau den 3. Ruhrpott-Cup für die Fans dieses einstmals so beliebten Tischfußballspiels aus.

39 Tipp-Kicker aus insgesamt zwölf Vereinen folgten der Einladung aus Herne. Aus der Landeshauptstadt Düsseldorf und aus dem Sauerland, aber auch aus Karlsruhe reisten Freunde dieses 1921 in Stuttgart zum Patent angemeldeten Spiels an.

Dem Aufstieg folgte der Abstieg

Der Gastgeber TKC Phoenix Herne erregte vor zwei Jahren mit der Vereinsgründung einiges Aufsehen im organisierten Tipp-Kick-Sport, weil der Trend damals eher zur Vereinsauflösung ging. Und wie sind die Erfahrungen? „Wir haben uns bisher ganz gut geschlagen“, berichtet Vereinsgründer Jens Schüring (41).

Im Premierenjahr stieg der Club sogar von der Verbandsliga in die Regionalliga auf. In der vergangenen Saison ging es für den TKC dann aber wieder eine Etage tiefer. Der Abstieg sei aber kein Beinbruch gewesen, sagt Schüring. Auch personell gab es bisher ein Wechselbad der Gefühle: Konnten die Herner Tipp-Kicker 2016 noch zwei Mannschaften anmelden, so geht aktuell nur ein Team auf Torejagd.

Neun Aktive zählt der TKC Phoenix aktuell, 14 waren es zu Hochzeiten im vergangenen Jahr. Vor der Zukunft ist Schüring aber nicht bange. „Wir hoffen auf weiteren Nachwuchs“, erzählt er. So habe sich gerade erst Lea Riepert, die zwölfjährige Tochter eines Mitglieds, dem Verein angeschlossen.

Das Freizeitangebot und damit die direkte Konkurrenz sei heute natürlich viel größer als zu jenen Zeiten, als (fast) jedes Kind dan schwarz-weißen Plastikball auf der grünen Auflage ins weiße Eckige schoss, sagt Schüring. Aber: Die Attraktivität von Tipp Kick sei nach wie vor groß.

Wettbewerb dauerte zehn Stunden

Der Reiz liege auch im nicht virtuell, sondern direkt ausgetragenen Duell Mann/Frau gegen Mann/Frau. Der Chef des TKC Phoenix ist übrigens ein Spätstarter und lernte das Spiel erst vor wenigen Jahren in einer Tipp-Kick-Arbeitsgemeinschaft der Grundschule seiner Tochter – Forellstraße – so richtig kennen und lieben.

Zurück zum 3. Ruhrpott-Cup im Sportjugendhaus am Westring: Nach einem gut zehnstündigen Tipp-Kick-Marathon an den zwölf durch Billardfilz und Metalltoren veredelten Turniertischen hatte am Ende der Düsseldorfer Felix Lennemann die Nase vorne. In der Endrunde der besten Zwölf landeten auch zwei Herner: Jens Schüring holte schließlich den guten dritten Platz, Michael Guhl kam auf Rang 9.

>>> IMMER WIEDER MITTWOCHS IM SPORTJUGENDHAUS

Der TKC Phoenix Herne trifft sich jeden Mittwoch zum Training im Sportjugendhaus direkt am Schloß Strünkede, Westring 263. Beginn ist um 19 Uhr. Spieler im Alter von zehn bis 99 sind jederzeit willkommen.

Mehr Informationen über den Herner Tipp-Kick-Club gibt es im Internet auf der Homepage phoenix-herne.jimdo.com.

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