Kommentar

„Dicke Luft“: Bürgerinitiative braucht einen langen Atem

WAZ-Redakteur Lars-Oliver Christoph kommentiert die Gründung der Bürgerinitiative

WAZ-Redakteur Lars-Oliver Christoph kommentiert die Gründung der Bürgerinitiative

Foto: oh

Die Gründung der Bürgerinitiative „Dicke Luft“ war ein Erfolg. Warum die Voraussetzungen für die Initiative nicht die schlechtesten sind.

Gute Resonanz, großes Engagement, klare Ziele - die Auftaktveranstaltung dürfte der neuen Bürgerinitiative Rückenwind für künftige Aktivitäten geben.

Erreicht ist damit allerdings noch nichts, denn für diese wie für andere Bürgerinitiativen gilt: Nur mit einem gaaaanz langen Atem kann etwas bewegt werden. Frag’ nach bei den Unterstützern der BI gegen die Geruchsbelästigung durch Kost an der Bochumer Stadtgrenze.

Einen Startvorteil hat die Initiative: Alle Parteien und selbst die Verwaltung sind gegen eine Erweiterung und grundsätzlich gegen den in einer dicht besiedelten Stadt wie Herne ungeeigneten Suez-Standort. Lippenbekenntnisse allein reichen aber nicht aus. Diese Haltung muss in aktive Politik (Parteien) bzw. in das Ausschöpfen aller rechtlichen Möglichkeiten (Stadt) münden.

Oberbürgermeister Frank Dudda hat hier jüngst bereits ein Zeichen gesetzt, indem er das leidige Thema Suez beim Antrittsbesuch des Regierungspräsidenten ansprach.

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