Kommunalwahl

DGB Herne zur Wahl: „Wahlbeteiligung ist ernster Fingerzeig“

Der Herner DGB-Vorsitzende Eric Lobach gratuliert OB Dudda zu seiner Wiederwahl.

Der Herner DGB-Vorsitzende Eric Lobach gratuliert OB Dudda zu seiner Wiederwahl.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Herne.  Der DGB Herne gratuliert Oberbürgermeister Frank Dudda zur Wahl. Gleichzeitig mahnt der DGB: „Die Wahlbeteiligung ist ein ernster Fingerzeig.“

Der Vorsitzende des Stadtverbands des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Eric Lobach gratuliert dem wiedergewählten Oberbürgermeister Frank Dudda zu seiner „eindeutigen und verdienten Wiederwahl“ an die Spitze der Stadt. Die Glückwünsche des DGB Herne gingen zudem an alle gewählten Bezirksbürgermeister und Mandatsträger des Stadtrates sowie der Bezirksvertretungen, so Lobach.

Der DGB verbinde seine guten Wünsche mit der Hoffnung, dass die sozialen Probleme großer Bevölkerungsteile und Familien nun nicht aus dem Blick geraten, sondern erstrangige Priorität erlangen.

So erfreulich es sei, dass die „rechtsextreme AfD“ landesweit trotz Zugewinnen nur 4,9 Prozent des Wähleranteils erreiche, sei es umso besorgniserregender, „dass diese arbeitnehmerfeindliche Gruppierung in unserer Stadt – trotz ihrer Zerstrittenheit - ihren Stimmenanteil auf über 8 Prozent verdoppeln konnte“, so Lobach. In einzelnen Stimmbezirken sehe es noch düsterer aus.

Fingerzeig auf die sozial tief gespaltene Stadtgesellschaft

Hier könne und dürfe nach der Wahl nicht zur Tagesordnung übergegangen werden. Mit dem Abschneiden der „äußersten Rechten“ korrespondiere die abermals auf knapp 40 Prozent gesunkene Wahlbeteiligung in der Gesamtstadt. „Wenn 60 Prozent der Wahlberechtigten der Wahl fern bleiben, von den Parteien und Kandidaten nicht mehr erreicht werden, im Wählen keinen Sinn sehen, ist das ein ernstes Warnsignal“, sagt Lobach. Dies sei ein Fingerzeig auf die sozial tief gespaltene Stadtgesellschaft und die sich verfestigende Krise der repräsentativen Demokratie vor Ort.

„Alle Mutmaßungen und Analysen darüber, welche Themen bei diesen Wahlen den Ausschlag gegeben haben, werden von der Frage überlagert, was stößt diese Menschen ursächlich vom Wählen ab?“, fragt Lobach.

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