Wetterbericht

Der November in Herne zeigte sich kühl, feucht und grau

Sechs Frostnächte gab es im November, die Sonne schien seltener als üblich.

Sechs Frostnächte gab es im November, die Sonne schien seltener als üblich.

Foto: Tobias Bolsmann

Herne.  Der November wurde in Herne dem Ruf des trüben Herbstmonats gerecht. Die Sonne schien seltener als üblich, dafür gab es mehr Frostnächte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In Herne präsentierte sich das November-Wetter in fast allen Kategorien unterdurchschnittlich - weshalb es dem gängigen Klischee des trüben Herbstmonats besonders gerecht wurde.

Sechs Frostnächte ließen den November kühler als im Durchschnitt werden

Kühl, feucht und grau: So lautet die Zusammenfassung, wobei die genauere Auswertung der Temperaturverläufe ein eher uneinheitliches Bild ergibt: Während die Tageshöchsttemperaturen mit durchschnittlich 8,7 Grad dem langjährigen Trend entsprachen, waren die Nächte mit 3,1 Grad deutlich kühler als die zu erwartenden 4,8 Grad. Somit registrierte die Wetterstation der Mont-Cenis-Gesamtschule mit sechs Frostnächten fast doppelt so viele, wie sonst. Sie trugen maßgeblich dazu bei, dass der Monat insgesamt mit 5,8 Grad um 0,7 Grad kühler war als der durchschnittliche November in unserer Region in den vergangenen 29 Jahren.

Der Verlauf der Nachttemperaturen zeigte hierbei einen bemerkenswerten Sprung: So war die Nacht direkt am Monatsanfang mit -1,5 Grad unerwartet kühl, während 24 Stunden später, also in der Nacht vom 2. November, sich ein Temperatursprung um fast zehn Grad auf 11,2 Grad einstellte. Eine kleine Warmfront zog über unsere Stadt hinweg. Danach sanken aber wieder die Temperaturen sowohl tagsüber als auch nachts ein wenig. Bemerkenswert war es auch, dass sich die Temperaturen am Monatsende nicht wesentlich von denen zu Beginn des Monats unterschieden, also ein Herannahen des Winters nicht in Sicht war.

Die Sonne schien acht Stunden weniger als sonst

Auch die Verteilung der Niederschläge verlief uneinheitlich. Insgesamt regnete es mit 78 Litern je Quadratmeter fast so viel wie immer im November. Diese Menge verteilte sich auf 19 Regentage, sechs mehr als sonst üblich. Fast 75 Prozent der Regenmenge fiel aber an nur vier Tagen in Herne, an den restlichen 15 Regentagen ergaben sich also kaum nennenswerte Niederschläge.

Auch die Sonne schien mit insgesamt 52 Stunden acht Stunden weniger lang als sonst, was auf eine ausgeprägte Bewölkung rückschließen lässt. Dies belegt auch die relativ hohe Anzahl der Regentage. Schnee war allerdings nicht in Sicht, da es in den Frostnächten, bei klarem Himmel, beständig trocken und es an den feuchten Tagen einfach zu warm war.

Die Wetterstation wurde Anfang 2011 auf dem Dach der Mont-Cenis-Gesamtschule installiert. Die von ihr ermittelten Daten werden zunächst von Schülerinnen und Schülern der Mont-Cenis-Gesamtschule durch einen Vergleich mit den Durchschnittswerten der Jahre 1990-2018 - ermittelt vom Wetteramt in Essen, veröffentlicht auf www.wetteronline.de - ausgewertet. Den endgültigen Bericht schreibt Lehrer Joachim Lilei. Tagesaktuelle Werte, welche die Wetterstation alle 30 Minuten erfasst, sind einsehbar auf der Homepage der Mont-Cenis-Gesamtschule Herne unter:https://mcg-lerncampus.de/wetter/mcgwetter.htm

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben