Umzug

Cranger Kirmes: Biergarten Willy Klein muss Platz räumen

Burkhard und Valentin Klein müssen den angestammten Platz verlassen. Sie werden den bekannten Likör „Immer Tofte“ beim Förderturm anbieten.

Burkhard und Valentin Klein müssen den angestammten Platz verlassen. Sie werden den bekannten Likör „Immer Tofte“ beim Förderturm anbieten.

Foto: Thomas Goedde / WAZ FotoPool

Herne.  Der Biergarten Willy Klein gehört auf der Cranger Kirmes zu den Institutionen. Nun muss er umziehen, der Hofbesitzer schenkt selbst Bier aus.

Besucher der Cranger Kirmes, die in den vergangenen Jahrzehnten regelmäßig den Biergarten Willy Klein an der Hauptstraße 412 angesteuert haben, müssen sich in diesem Jahr umstellen. Betreiber Burkhard Klein zieht um zur Gastronomie „Förderturm“ auf dem Kirmesplatz. Der Grund: Hanno Dähne möchte die Hofwirtschaft selber betreiben, um dort sein Craft-Bier zu verkaufen.

Der Biergarten Willy Klein war eine Institution auf Crange. Seit 30 Jahren hatte er seinen Platz in der Hofeinfahrt. Burkhard Klein, der das Geschäft zusammen mit seinem Sohn Valentin von seinem Vater übernommen hat, wäre auch gerne dort geblieben, doch der Abschied sei nicht ganz überraschend gekommen, erzählt Klein im Gespräch mit der WAZ-Redaktion. Hanno Dähne, dem das Haus und der dazugehörige Hof gehören, habe bereits in der Vergangenheit angekündigt, dass er selbst hinter dem Zapfhahn stehen wolle, um sein eigenes Bier - Hanno’s - zu verkaufen. Sicher sei der Abschied mit Wehmut verbunden, vielleicht breche auch eine alte Tradition weg, doch der Umzug biete auch die Chance für etwas Neues. Dieses Neue wird Klein nun beim Förderturm auf dem Kirmesplatz stattfinden. Klein bekommt auf dem Stand einen kleinen Bereich, in dem er den bekannten Likör „Immer Tofte“ sowie Weine ausschenken kann. Natürlich habe dies einen anderen Charakter als die Hofeinfahrt, so Klein, doch von Stammgästen, die bereits vom Umzug erfahren haben, habe er viel Zuspruch erhalten.

Crange soll HannosCraft-Bier bekannter machen

Hanno Dähne sagt im Gespräch mit der WAZ, dass er eigentlich schon früher die Hofwirtschaft habe übernehmen wollen, doch dies habe sich mehrfach verzögert. Im vergangenen Jahr wurde bereits Hanno’s mit ausgeschenkt.

Nachdem die Produktion gewachsen sei, steigt Dähne nun selbst voll ein. Wobei er die Cranger Kirmes auch als Plattform nutzen will, um sein selbst gebrautes Bier bekannter zu machen, er möchte sein Bier in Herne etablieren. Deshalb schwebt ihm vor, Gästen bei der Kirmes seine Brau-Kreationen auf Nachfrage auch zu erläutern.

Allerdings: Während der Cranger Kirmes setzt er nicht alles auf seinen eigenen Gerstensaft. Im Bewusstsein, dass nicht alle Besucher experimentierfreudig sind, werde auch ein Industriebier aus Dortmund am Hahn sein.

Und: Mit jeden Tag, den Crange näher rückt, wachse sein Respekt vor der Herausforderung und dem Aufwand, einen Bierausschank zu organisieren. „Das ist schon etwas anderes als beim Circus Schnick-Schnack ein paar Flaschen zu verkaufen.“ Deshalb habe er auch professionelle Partner dazu geholt, die unter anderem das Catering im VIP-Bereich des Fußball-Bundesligisten FC Schalke abwickeln.

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