Start-up

Das zarte Herner Pflänzchen Good Profits wächst langsam

Dirk Stiller (l.) und Sebastian Grothaus haben Good Profits gegründet. Doch aller Anfang ist auch für sie schwer.

Foto: Rainer Raffalski

Dirk Stiller (l.) und Sebastian Grothaus haben Good Profits gegründet. Doch aller Anfang ist auch für sie schwer.

Herne.   2017 sind Dirk Stiller und Sebastian Grothaus mit ihrem Investment-Start-up „Good Profits“ an den Start gegangen. Das hat sich seitdem getan.

Geld anlegen und dabei ein gutes Gewissen haben - mit diesem Credo waren Mitte vergangenen Jahres Dirk Stiller und Sebastian Grothaus an den Start gegangen. Mit ihrem frisch gegründeten Unternehmen „Good Profits“, das seinen Sitz in Eickel hat, wollten die beiden drei Millionen Euro bei Anlegern einsammeln, um sie in unterschiedliche Unternehmen zu investieren.

Nach einem halben Jahr wissen die Gründer: Der Weg zum selbstgesteckten Ziel ist noch weit, allerdings wandeln sie auch schon auf anderen Pfaden.

Kriterien sind etwa soziales Engagement und ökologische Wirtschaftsweise

Zur Erinnerung: Mit Hilfe eines selbst entwickelten Prüfsystems suchen Stiller und Grothaus jene Unternehmen aus, die sie mit ihrem Kapital beim Wachstum unterstützen wollen. Kriterien sind dabei ein besonderes soziales Engagement, eine besonders nachhaltige und ökologische Wirtschaftsweise, ein fairer Umgang mit den Mitarbeitern und Transparenz. Dass die Unternehmen schwarze Zahlen schreiben, versteht sich von selbst.

Sechs Unternehmen hatten Stiller und Grothaus ausgewählt - aus völlig unterschiedlichen Branchen: umweltfreundliche Reinigung, Büroeinrichtung, gesunde Süßigkeiten, Teppichfliesen mit nachhaltigem Hintergrund und Medizintechnik.

Afrikas erstes nachhaltiges Schwarmkraftwerk unterstützt

Besonders stolz sind sie auf die Beteiligung an Africa Green Tec, das Afrikas erstes ökologisches, nachhaltiges und soziales Schwarmkraftwerk baut und betreibt. Nach den Worten der Gründer entwickeln sich die Firmen gut, besonders Africa Green Tec bereite ihnen Freude. Inzwischen lieferten neue Anlagen Strom in Mali und Niger.

Allerdings: Das Einsammeln von Kapital liefe doch langsamer und zäher als gedacht, gestehen beide ein. Bis Ende des Jahres seien es rund 150 000 Euro gewesen. Die Ursache liege auf der Hand: Als neues Unternehmen müsse man erst Vertrauen aufbauen, das sei ein normaler und längerfristiger Prozess. Aber sie seien ja auch langfristig orientiert und schielten nicht auf den schnellen Profit.

Netzwerke enger geknüpft

Um die Vertrauensbasis zu verbreitern, knüpft das Start-up-Duo sein Netzwerk in der Finanzwelt dichter. So sei Good Profits inzwischen Mitglied im „Social Entrepreneur-Netzwerk Deutschland“, außerdem haben man am sogenannten Ruhr Summit in Dortmund teilgenommen, der größten Start-up-Konferenz im Ruhrgebiet.

Darüber hinaus haben Stiller und Grothaus die sogenannte Mitgestalter-Challenge gestartet. Wieder haben sie sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis zum 31. März wollen sie eine Million Euro bei Anlegern einsammeln, wer in dieser Zeit investiere, erhalte Extra-Prämien. Dass sie ihr Ziel eventuell verfehlen, entmutigt die beiden keinesfalls. Sie sagen: „Das zarte Pflänzchen wächst langsam, aber es wächst.“

>> VOLLE TRANSPARENZ FÜR ANLEGER

Good Profits bietet Anlegern folgende Bedingungen:

Die Mindesteinlage beträgt 5000 Euro, die Mindestlaufzeit liegt bei zwei Jahren. Danach verlängert sich die Laufzeit um ein Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate.

Die Anlage soll laut Good Profits mir sechs Prozent pro Jahr verzinst werden, es gibt keine Gebühren oder Ausgabeaufschläge. Stiller und Grothaus bieten volle Transparenz.

Weitere Informationen zum Unternehmen und zur aktuellen Mitgestalter-Challenge gibt es im Internet unter der Adresse www.good-profits.de .

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