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Das Literaturhaus widmet sich der bedrohten Erde

Elisabeth Röttsches, Geschäftsführerin des Literaturhauses Herne Ruhr, präsentiert die Plakate ihrer Reihe zur „Bedrohten Erde“.

Elisabeth Röttsches, Geschäftsführerin des Literaturhauses Herne Ruhr, präsentiert die Plakate ihrer Reihe zur „Bedrohten Erde“.

Foto: Svenja Hanusch

herne.   Drei Veranstaltungen im März thematisieren Klimawandel, Meeresverschmutzung und Ernährungskrisen. Sie wollen zum Nachdenken und Handeln anregen.

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Mit dem Schwerpunkt „Bedrohte Erde“ begibt sich Elisabeth Röttsches einmal mehr auf neues Terrain. Schon vielfach hat die Geschäftsführerin des Literaturhauses Herne Ruhr sich an neue Formate jenseits der klassischen Lesung getraut. Diesmal wird es dezidiert politisch. Klimawandel, Meeresverschmutzung und Ernährungskrisen sind die Themen Anfang März.

Experten zu drei Schwerpunkten eingeladen

„Ich habe mehrere Artikel gelesen, die mich bewegt und berührt haben“, sagt die Buchhändlerin und Kulturveranstalterin zu ihrer Motivation, sich den großen Bedrohungen der Welt zu nähern. Sie suchte nach Experten – Autoren oder auch nicht –, die bereit waren, ihr Spezialgebiet in Herne darzustellen. Vier hat sie gefunden.

„Wer ernährt die Welt?“ fragt zum Auftakt Wilfried Bommert, Journalist, Autor und Gründer des Instituts für Welternährung in Berlin, am 6. März. Dass „jedes Jahr acht Millionen Menschen an Hunger sterben“, hat Elisabeth Röttsches schockiert. Was ist zu tun, dass bei wachsender Weltbevölkerung alle satt werden? Und wie kann der Einzelne dazu beitragen? Fragen, die an diesem Abend zur Sprache kommen sollen.

Diskussionen nicht nur im universitären Umfeld führen

Durch einen Bericht über den Herner Verein Project Blue Sea, der sich um den Zustand der Meere sorgt, stieß Elisabeth Röttsches auf das Konsortium Deutsche Meeresforschung Berlin. Dessen Geschäftsführer Rolf Peinert berichtet über „Meere und Ozeane unter Druck“ – und darüber, was die Meeresforschung dagegen aufzubieten hat. Mit dem Referenten ist sich Elisabeth Röttsches einig: „Es ist wichtig, dass diese Fragen nicht nur im universitären Bereich diskutiert werden.“ Oder wie es im Konzept zu der Reihe heißt: „Ziel ist es, fundierte Erkenntnisse für jeden Menschen verständlich aufzuzeigen und damit zum neuen Denken und zum aktiven Handeln anzuregen.“

Das gilt auch für den Vortrag „Wieviel Mensch erträgt das Klima?“ Mit Hermann E. Ott ist der Umweltwissenschaftler und Berater für globale Nachhaltigkeitsstrategien beim Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie zu Gast. Er saß zeitweise für die Grünen im Bundestag. Mit ihm kommt Michael Jakob (Mercator Research Institute for Global Commons and Climate Change). „Es wird geforscht und diskutiert – aber nur wenig getan“ ist eine ihrer Thesen am 13. März. Wie die Reihe ankommt, muss Elisabeth Röttsches abwarten. „Großes Staunen“ sei ihr begegnet, aber auch die Bereitschaft, sich darauf einzulassen. „Es gibt Kunden, die für alle drei Veranstaltungen Karten gekauft haben.“

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Die drei Abende mit „Vortrag, Klartext und Diskussion“ beginnen jeweils um 19 Uhr im Literaturhaus, Bebelstraße 18 in Herne.

Der Eintritt kostet an jedem Abend 20 Euro. Karten können unter HER 1476714 bestellt werden oder per Mail an
ticket@literaturhaus-herne-ruhr.de

Informationen im Internet auf www.literaturhaus-herne-ruhr.de

Die WAZ kommt auf die anderen Veranstaltungen im Frühjahr im Literaturhaus gesondert zurück.

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