E-Scooter

Das Berliner Start-up Flash verleiht in Herne E-Scooter

Mit 50 E-Scootern wird Flash starten. Basis ist der Shamrockpark.

Mit 50 E-Scootern wird Flash starten. Basis ist der Shamrockpark.

Foto: Bolsmann

Herne.   Das Start-up Flash wird in Herne E-Scooter verleihen. Am Mittwoch präsentierte das Unternehmen seine Pläne. Deshalb ist Herne Vorreiter.

Am diesem Freitag will der Bundesrat über den gesetzlichen Rahmen für die Nutzung der sogenannten E-Scooter entscheiden. Doch bereits am Mittwoch präsentierten Herne und das Berliner Start-up Flash seine Kooperation in diesem Bereich. Flash wird vom Standort im Shamrockpark aus 50 elektrische Tretroller im Stadtgebiet stationieren, die Nutzer dann ausleihen können. Nach Angaben der Beteiligten werden mit dieser Kooperation E-Scooter bundesweit erstmalig im echten Verkehr - und nicht auf Teststrecken - rollen. Nach Herne soll das Modell auf weitere Städte im Ruhrgebiet ausgeweitet werden.

Stehe der gesetzliche Rahmen, könne der operative Start recht schnell erfolgen, so Max Hüsch, von Flash. Die Roller könnten über das Smartphone reserviert werden, die Ausleihstandorte stimme man gerade mit der Stadt ab. Es sollen Orte sein, an denen möglichst viele potenzielle Nutzer erreicht werden. Über Nacht sollen die Fahrzeuge - die Flash selbst entwickelt hat - gewartet, gesäubert und aufgeladen werden.

Der Kontakt des jungen Berliner Unternehmens kam über die Versicherung Signal-Iduna zustande, der nicht entgangen war, dass sich Herne mit neuen Formen der Mobilität beschäftigt. Die hat in Flash investiert und ist zugleich der Versicherungspartner. Mit dem Geschäftsmodell habe man in Herne offene Türen eingerannt, so Hüsch.

Signal-Iduna versichert

Oberbürgermeister Frank Dudda zeigte sich stolz, dass Herne mit Flash ein deutsches Start-up auf höchstem Niveau gewinnen konnte. Mit der Ansiedlung könne Herne ein Zeichen setzen, dass man Lust auf die Zukunft habe. Die nachhaltige Mobilität solle das Stadtbild prägen.

Doch die Partner wollen mehr. Stadt, Flash und die HCR unterzeichneten ein Absichtserklärung, um die Erfahrungen aus dem E-Scooter-Verleih wissenschaftlich zu nutzen. Dafür wird Haydar Mecit verantwortlich zeichnen, der die Stiftungsprofessur des Forschungsverbunds Ruhr Valley inne hat. So sollen die Routen der E-Scooter - ohne persönliche Daten - ausgewertet werden, um zu schauen, wie sich die Mobilität entwickelt. Daraus könnten Konzepte entstehen, mit denen E-Scooter das Angebot von Bus und Bahn ergänzen können, so HCR-Chef Karsten Krüger.

Für Gerhard Cromme, früherer Krupp-Chef und Flash-Aufsichtsratsvorsitzender, steht fest, dass die Mobilität in Zukunft eine andere sein werde als zurzeit und das Auto leiden werde. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die E-Scooter von Flash großen Erfolg haben werden.

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