Interview

Darum haben viele Bücher im Herner Handel noch Plastikfolien

Florian Knipping, Geschäftsleiter der Mayersche Buchhandlung in Herne.

Florian Knipping, Geschäftsleiter der Mayersche Buchhandlung in Herne.

Foto: Svenja HanuscH

Herne.   Müssen Bücher in Buchläden immer eingeschweißt sein? Über Plastikvermeidung im Buchhandel sprach die WAZ mit Mayersche-Chef Florian Knipping.

Im Handel soll es weniger Plastik geben, fordern Umweltschützer und meinen damit auch Buchläden. Die WAZ sprach mit Florian Knipping, Geschäftsleiter in der Mayerschen Buchhandlung in Herne.

Ist es unbedingt notwendig, dass neue Bücher in Plastikfolien eingeschweißt sind?

Wir begrüßen grundsätzlich alle Initiativen, die dazu beitragen, Plastik- und Verpackungsmüll zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Wichtig ist es jetzt zu testen, welche Alternative zur Plastikfolie praxistauglich ist. Denn den Weg von der Anlieferung bis zum Standort in unseren Buchhandlungen muss ein Hardcover auch weiterhin möglichst unbeschadet überstehen.

Legen die Kunden besonderen Wert auf die Folienverpackung?

Seitens der Kunden gab es in unseren Buchhandlungen bislang keine Beschwerden, wenn Bücher nicht verpackt sind. Auf der anderen Seite werden Bücher, insbesondere wenn sie verschenkt werden sollen, lieber eingeschweißt gekauft.

Gibt es bereits Verlage, die andere Wege gehen?

Um ein Umdenken beim Kunden zu erreichen, ist mittelfristig ein gemeinsames Vorgehen der Verlage bei diesem Thema notwendig. In unseren Buchhandlungen legen wir bei eingeschweißten Hardcovern grundsätzlich immer ein unverpacktes Exemplar aus, damit die Kunden darin blättern und reinlesen können.

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