Tiere

Coronavirus: Tierheim Herne-Wanne berät zunächst telefonisch

Herdenschutzhund-Mischling Robin und Wolfgang Scheibel, Vorstand im Tierschutzverein Herne-Wanne. Das Tierheim hat geschlossen, ist aber erreichbar.

Herdenschutzhund-Mischling Robin und Wolfgang Scheibel, Vorstand im Tierschutzverein Herne-Wanne. Das Tierheim hat geschlossen, ist aber erreichbar.

Foto: Alexa Kuszlik / FUNKE Foto Serivces

Herne.  Das Tierheim Herne-Wanne ist zwar geschlossen. Wer ein Tier aufnehmen will, kann sich trotzdem melden. Die Gassi-Geher sind auch weiter aktiv.

Das Tierheim Herne-Wanne ist seit dem 14. März geschlossen, da das Team „die Ansteckungsgefahr aller Mitarbeiter minimieren will und die Versorgung seiner Tiere sicherstellen möchte.“ Doch was bedeutet das für die zahlreichen Tiere, die auf ein neues Zuhause warten und was heißt es für die Mitarbeiter?

Interessierte Tierfreunde sollen anrufen

Es gab vom Deutschen Tierschutzbund ein kleine Vorgabe, wie wir uns in der Corona-Krise verhalten können“, erklärt Tierpflegerin Bianca Stridde. Der Vorstand des Tierheims habe daraufhin schnell reagiert und die nötigen Maßnahmen ergriffen. So dürfen Besucher aktuell nicht einfach zum Schauen aufs Gelände. Wer sich für ein Tier interessiert, muss trotzdem nicht bis zum Ende der Krise warten. Unter 02325 62413 kann man einen Termin vereinbaren. „Wir beraten zunächst telefonisch und klären ab, ob es ein passendes Tier für die Person oder Familie gibt.“ Passen die Voraussetzungen, darf derjenige zu einem abgesprochenen Termin zum Tierheim kommen, um das Tier kennenzulernen.

Mitarbeiter vermeiden unnötigen Kontakt

Zu einer vermehrten Abgabe von Tieren sei es glücklicherweise nicht gekommen. In einigen sozialen Portalen kursiert der Irrglaube, dass Tiere Corona übertragen könnten. Die Versorgung der Tiere laufe unter bestimmten Schutzmaßnahmen weiter: „Wir haben eine kleine Gruppe von Stamm-Gassigehern, die die Tiere ausführen. Sie gehen mit Abstand spazieren und nicht gemeinsam.“ Gleiches gelte für die Mitarbeiter. Diese arbeiteten außerdem, soweit möglich, in unterschiedlichen Schichten, damit „wir uns nicht so auf der Pelle hängen.“

Das Tierheim ist vorläufig bis zum 31. März geschlossen. Tierpflegerin Bianca Stridde geht aber davon aus, dass der Zeitraum bis zum 19. April verlängert wird. „Wir müssen sehen, wie sich die Situation entwickelt.“ Wer aktuell Sachspenden abgeben möchte, kann diese in den überdachten Zwinger neben dem Eingangstor legen. Weitere Infos gibt es unter www.tierheim-herne-wanne.de

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