Homeoffice

Coronavirus: Herner WAZ-Reporter berichten vom Homeoffice

Die WAZ-Redakteure sind jetzt in Homeoffice und berichten regelmäßig über den Arbeitsalltag in den eigenen vier Wänden.

Die WAZ-Redakteure sind jetzt in Homeoffice und berichten regelmäßig über den Arbeitsalltag in den eigenen vier Wänden.

Foto: Anne Bolsmann

Alle Redakteure der Herner WAZ arbeiten nun im Homeoffice. Das bedeutet - gerade mit Kindern - eine große Umstellung. Heute geht es um Technik.

Ich habe vergessen, die Seite mit den offiziellen Polizeimeldungen für Herne zu öffnen - die kommt also auch noch dazu...

Sprechen wir heute mal über Homeoffice und Technik. In unserer Redaktion ist inzwischen Standard, was in den 80ern nur bei superwichtigen Börsianern zu sehen war: Wir arbeiten mit zwei Bildschirmen. Das liegt daran, dass wir mit fortschreitender Digitalisierung immer mehr Programme bedienen (müssen). Unser Textprogramm; die Bilddatenbank; Mails (auch die persönlichen); die Kommunikationsplattform, mit der wir unter anderem den Kollegen in Essen erreichen, der das Layout für die gedruckte Zeitung macht; der Online-Terminkalender, unser eigenes Onlineportal waz.de; Facebook, digitale Werkzeuge, mit denen wir die Zugriffe auf die Artikel in Echtzeit beobachten können - und eben die Seite mit den Polizeimeldungen.

Das heißt: Wir brauchen Platz, manche Aktionen, die wir ausführen, verlaufen quer über beide Bildschirme. Und jetzt? Verfüge ich über ein Laptop mit einer überschaubaren Bildschirmdiagonale. Das heißt, wir müssen ein wenig herumfriemeln. Die Fenster kleiner schieben und nebeneinander legen. Ich bin froh, dass mein Laptop die Maus, die angeschlossen habe, erkannt hat. Müsste ich alles mit dem Touchpad machen, ich würde Krämpfe in der Handmuskulatur bekommen. So langsam gewöhne ich mich an alles.

Außerdem habe ich meine Rufnummer aus der Redaktion auf mein Handy umleiten lassen, weil wir die Räume ja verlassen haben. Ergebnis bislang: ein einziger Anruf. Offenbar geht kaum noch jemand davon aus, dass wir dort sitzen.

Tobias Bolsmann

Wegen des Coronavirus müssen zig Tausende Deutsche ihr Büro nach Hause verlegen. Auch bei der WAZ Herne sind alle Kollegen aufs Homeoffice umgestiegen. In einem Tagebuch berichten wir ab jetzt über den ganz normalen Arbeitswahnsinn.

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