Bürgerbaum

Corona-Linde in Herne: Bürgerprojekt wird vorgestellt

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Die Organisatoren des Projekt „Corona-Linde“ hoffen, dass noch mehr Hernerinnen und Herner sich an dem Bürgerbaum beteiligen.

Die Organisatoren des Projekt „Corona-Linde“ hoffen, dass noch mehr Hernerinnen und Herner sich an dem Bürgerbaum beteiligen.

Foto: Mathias Grunert

Herne.  Eine Linde soll in Herne an die Opfer der Corona-Pandemie erinnern. Im November soll sie gepflanzt werden. Bürger können noch spenden.

Die geplante Pflanzung eines Bürgerbaums am Feldweg „An der Linde“ in Herne aus Anlass der Corona-Pandemie nimmt weiter Form an. Mittlerweile hätten mehrere Hundert Bürgerinnen und Bürger kleinere oder größere Beträge für die Corona-Lindegespendet und die Stiftungsurkunde unterzeichnet, teilt Sodingens Bezirksbürgermeister Mathias Grunert mit. Allerdings beschränke sich der Kreis der Unterzeichner bislang auf das Umfeld der Organisatoren des Projekts.

Am Freitag, 17. September, 15 bis 17 Uhr, und Samstag, 18. September, 10 bis 12 Uhr, habe nun erstmals auch die Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich direkt vor dem Bürgersaal in der Akademie Mont Cenis zu informieren und sich bei Interesse an dem Projekt zu beteiligen.

Diese Baumpflanzung soll uns nach der hoffentlich bald überstandenen Pandemie daran erinnern, was für einen dramatischen Einschnitt unsere Gesellschaft und jeder einzelne von uns in seinem Leben in den letzten eineinhalb Jahren erfahren hat“, sagt Initiator und Heimatforscher Gerd E. Schug. Dabei sei den Initiatoren wichtig, dass das Vorhaben eine „Bürgerlinde“ werde, deren Finanzierung alleine von den Bürgerinnen und Bürgern in Form einer kleineren oder größeren Stiftungsbeteiligung erfolge. „Schon 1637 pflanzten die Börniger Bürger nach überstandener Pest die Pest- bzw. Urbanuslinde am Holunderweg, deren Nachfolgerin noch heute an der derselben Stelle steht. An diese Tradition wollen wir indirekt anknüpfen.“

Pflanzung der Corona-Linde in Herne ist für November geplant

Mathias Grunert lobt die positive Aufnahme des Projekts durch die Stadt: „Zu jedem Zeitpunkt konnten wir auf die volle Unterstützung durch den Fachbereich Stadtgrün zählen. Schließlich wollen wir auch sicher gehen, dass der Baum an dieser Stelle idealerweise mehrere hundert Jahre stehen kann. Da spielen auch die Wahl des Standorts, die Bodenverhältnisse und das Pflegekonzept eine Rolle.“ Deshalb werde der beauftragte Herner Gartenbaubetrieb nicht nur den Baum pflanzen, sondern auch während der ersten Jahre die Pflege und Wässerung gewährleisten.

Aktuell sei die Pflanzung des bereits recht stattlichen Jungbaums für November geplant, die offizielle Einweihung samt Hinweistafel für April. Am 17. und 18 September informieren die beiden Initiatoren über die Details des Vorhabens und stehen bei Fragen Rede und Antwort.

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