Erfahrungsbericht

Corona in Herne: WAZ-Sekretärin im Homeoffice - Tag neun

Die WAZ-Redakteure und die Sekretärin arbeiten seit 17. März im Homeoffice.

Die WAZ-Redakteure und die Sekretärin arbeiten seit 17. März im Homeoffice.

Herne.  Wegen der Coronakrise arbeiten die WAZ-Kollegen im Homeoffice. Hier berichten sie von ihren Erfahrungen. Heute: Bianca Engelen (Sekretariat).

Meinen täglichen 5.40 Uhr-Wecker habe ich vor einer Woche ausgestellt. Das ist tatsächlich der Vorteil am Homeoffice – man muss sich und das Kind nicht komplett fertig machen, bevor man anfängt zu arbeiten.

Dafür hat mein knapp dreijähriger Sohn Tom jetzt die Aufgabe des Weckers übernommen und wir starten immer gegen 7 Uhr in den Tag. Und obwohl ich von zu Hause aus arbeite, mache ich mich jeden Tag so fertig, als würde ich zur Arbeit fahren, denn in Jogginghose und ungekämmt fühle ich mich einfach nicht wohl während der Arbeit.

Zwei Videokonferenzen zur selben Zeit

Während wir frühstücken, bearbeite ich schon mal die ersten Mails, und um 9 Uhr habe ich die erste Videokonferenz des Tages mit meinen Kollegen. Zwei weitere Konferenzen folgen um 12.30 und um 15 Uhr, und das ist gut, denn so bekommt man Struktur in den Tag. Allerdings: Morgens und nachmittags haben mein Mann und ich fast zeitgleich unsere Videokonferenzen, was manchmal etwas chaotisch ist, da wir uns eigentlich unseren Esstisch für die Arbeit teilen. Und so muss während der Konferenzen immer einer von uns samt Laptop, Handy und Unterlagen auf die Couch im Kinderzimmer umziehen. Aber auch das funktioniert irgendwie.

Außerdem muss sich in dieser Zeit Tom alleine beschäftigen, was in seinem Alter nicht immer so gut klappt. Deshalb saß er dann auch heute Morgen während der Videokonferenz neben mir – und hat meine Kollegen mit seinen Anmerkungen zum Schmunzeln gebracht. Außerdem waren danach meine Arbeitsunterlagen schön bemalt. Jetzt habe ich ihm eine Kindersendung angemacht, um ein wenig in Ruhe arbeiten zu können.

Wenn der Homeoffice-Tag beendet ist, werden wir alle ein wenig in den Hof gehen und ihn mit bunter Kreide verschönern und so noch das tolle Wetter genießen. Es ist also machbar in dieser außergewöhnlichen Zeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Aber ich freue mich ehrlich gesagt schon auf den Tag, an dem ich meine Kollegen wieder alle in der Redaktion treffen und wieder an meinem Schreibtisch arbeiten kann.

Wegen des Coronavirus müssen zig Tausende Deutsche ihr Büro nach Hause verlegen. Auch bei der WAZ Herne sind alle Kollegen aufs Homeoffice umgestiegen. In einem Tagebuch berichten wir seit 17. März über den ganz normalen Arbeitswahnsinn. Alle Folgen gibt’s auf waz.de/herne.

Unsere Folgen:

Tag 1 und 2

Tag drei

Tag vier

Tag fünf

Tag sechs

Tag sieben

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