Erfahrungsbericht

Corona in Herne: WAZ-Reporter im Homeoffice - Tag acht

Die WAZ-Redakteure arbeiten seit 17. März im Homeoffice. An dieser Stelle berichten sie über ihre Erfahrungen.

Die WAZ-Redakteure arbeiten seit 17. März im Homeoffice. An dieser Stelle berichten sie über ihre Erfahrungen.

Foto: OH

Herne.  Wegen der Coronakrise arbeiten die WAZ-Redakteure im Homeoffice. Hier berichten die WAZ-Redakteure von ihren Erfahrungen. Heute: Tag acht.

Für mich ist heute ein ganz besonderer Tag: Nicht nur, dass ich die erste Woche Homeoffice ziemlich gut, und mit weniger technischen Komplikationen als erwartet, überstanden habe. Für mich endet ab heute außerdem eine einwöchige Quarantäne, in die ich mich freiwillig aufgrund eines kurzen Schweiz-Ausfluges begeben habe. Ich werde also gleich, wenn dieser Text geschrieben ist, zum ersten Mal vor die Haustür gehen - natürlich alleine und in sicherem Abstand zu anderen Menschen. Endlich!

Denn auch, wenn ich mir vorstellen kann, dass Homeoffice mit Kinder anstrengend ist und ich durchaus Mitleid mit meinen Kollegen habe, die neben der Arbeit auch noch irgendwie die Kinder bespaßen müssen, muss ich hier nun einmal festhalten: Auch alleine bzw. mit einem Partner kann das Homeoffice schnell zum Lagerkoller führen.

Auf dem Balkon ist alles halb so schlimm

Bitte nicht falsch verstehen: Ich kann mich glücklich schätzen, einen Partner zu haben, der mir unter anderem meinen Arbeitsplatz eingerichtet hat (ein zusätzlicher Bildschirm ist in der jetzigen Situation goldwert) und regelmäßig für mich einkaufen gegangen ist. Anstrengend wird es dann nur, wenn wir beide in unserer 55 Quadratmeter großen Wohnung von zuhause aus arbeiten müssen und uns - wir sind beide Redakteure einer Tageszeitung - 24 Stunden über das (Corona-)Geschehen in der Welt (und in Herne) unterhalten. Abschalten? Fehlanzeige.

Mein Glück, um das mich auch meine Kollegen bei unseren täglichen Skype-Konferenzen beneiden, ist mein Balkon, auf dem ich es mir ab mittags mit Laptop und Kaffee gemütlich mache. Und da das Wetter momentan mitspielt, denke ich in dieser Zeit dann öfter mal: Ist ja irgendwie doch alles gar nicht so schlimm! Lea Wittor

Wegen des Coronavirus müssen zig Tausende Deutsche ihr Büro nach Hause verlegen. Auch bei der WAZ Herne sind alle Kollegen aufs Homeoffice umgestiegen. In einem Tagebuch berichten wir seit 17. März über den ganz normalen Arbeitswahnsinn. Alle Folgen gibt’s auf waz.de/herne.

Unsere Folgen:

Tag eins und zwei

Tag drei

Tag vier

Tag fünf

Tag sechs

Tag sieben

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