Pandemie

Corona: Grüne kritisieren Krisenmanagement der Stadt Herne

Die Grünen vermissen in Herne ein transparentes und nachvollziehbares Konzept bei der Bekämpfung der Corona-Krise.

Die Grünen vermissen in Herne ein transparentes und nachvollziehbares Konzept bei der Bekämpfung der Corona-Krise.

Foto: Stefan Lohmann / regios24

Herne.  Die Herner Grünen sehen in Herne Mängel beim Umgang mit der Corona-Krise. Was die Partei in einem Dringlichkeitsantrag fordert.

Die Grünen sehen bei der Stadt Mängel und Widersprüche beim Umgang mit der Pandemie in Herne. In einem Dringlichkeitsantrag für die Sitzung des Rates am Dienstag, 27. Oktober, (ab 16 Uhr im Kulturzentrum) fordert die Fraktion von der Verwaltung eine „Darstellung der Corona-Situation in Herne sowie des Handlungskonzeptes ein“ ein.

Bis heute habe die Stadt keine klaren Ursachen für den deutlichen Anstieg bei den Neuinfektionen benennen können, so der Vorwurf. Das Krisenmanagement sei „wenig transparent und informativ“, heißt es in dem am Montagabend veröffentlichten Antrag.

Vorwürfe auch gegen Hausärzte

Die Kontaktnachverfolgung lasse ebenfalls zu wünschen übrig. Recherchen hätten ergeben, dass Familienangehörige zum Teil von fünf verschiedenen Mitarbeitern des Gesundheitsamtes angerufen worden seien, da es Probleme mit dem Computersystem gebe, berichten die Grünen. Auch das Handeln der Hausärzte sei sehr unterschiedlich. Ihnen seien Fälle bekannt, bei denen positiv getestete Menschen das Ergebnis per Post erhielten.

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Erforderlich sei nun eine gründlichere Diskussion der Maßnahmen und die Formulierung einer „klaren und für alle nachvollziehbaren Handlungsrichtlinie“, so die Ratsfraktion der Grünen.

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