Kritik

Comedian Olaf Schubert hat Publikum in Herne im Griff

Zu Gast in Herne: Comedian Olaf Schubert.

Zu Gast in Herne: Comedian Olaf Schubert.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Herne.  Comedian Olaf Scholz trat in Herne auf. Sein Programm lautet „Sexy forever“. Wie er so bei den Frauen ankommt, das erzählte er dem Publikum.

Eine Frau für sich zu begeistern, sei nicht schwer, berichtet der Comedian Olaf Schubert in seinem Programm „Sexy forever“. Er weise die Frauen beispielsweise darauf hin, dass in seiner Telefonnummer eine Primzahl stecke. „Alleine durch das Wort ,Primzahl’ checkt sie sofort, wo meine intellektuelle Latte hängt.“

Der Dresdner Comedian Olaf Schubert gastierte am Mittwoch im Herner Kulturzentrum. Und um bei der Telefonnummer zu bleiben: Wenn er die der Angebeteten endlich habe, rufe er nicht etwa sofort an; das sei ein Fehler. Besser sei es, eine lyrische Nachricht zu schreiben. Wie diese SMS: „Es wäre ehrlich fiesest, wenn du mir heute keinen bliesest.“

Jeder Witz kommt an – auch wenn er platt ist

Schubert hat das Publikum im nahezu ausverkauften Haus vom ersten Moment an im Griff. Jeder seiner Witze kommt an – ob total platt, intellektuell oder gesellschaftskritisch. Zwischendurch trägt er mit Bassist Herrn Stephan und Gitarrist Jochen Barkas skurrile Lieder vor, „die sich anhören, als hätte er sie nach einer Darmspiegelung und noch von der Narkose betäubt geschrieben“, wie eine Zuschauerin belustigt vermutet.

Schubert erzählt von seiner Ehe mit Carola, mit der er Kinder habe, „stellenweise sogar eigene“. Das Eheglück sei aber nicht von Dauer gewesen und an der Trennung sei allein er Schuld: „Ich bin nämlich fremdgegangen, ja ich weiß, das macht man nicht und es war auch mein erstes Mal.“ Er habe alles akribisch geplant, damit er nicht erwischt werde. „Nur dass wir uns bei mir verabredet haben, das war nicht die beste Idee.“ Er habe eben nicht damit gerechnet, dass Carola plötzlich in der Tür stehe, „frisch von der Entbindung, mit Säugling auf dem Arm“. . .

Zur Scheidung hätten sie auch mal die Kinder durchgezählt. „Wir haben drei Kinder, nicht vier, wie gedacht.“ Das vierte sei nur ein Nachbarskind gewesen. Das Pech dabei: Genau das sei ihm am sympathischsten.

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